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Biomimetische Mikrostrukturen als umweltfreundlicher Ansatz für marine Antifouling-Beschichtungen

Eine umfassende Übersichtsarbeit untersucht, wie Oberflächendesigns nach dem Vorbild aquatischer Organismen wie Haihaut, Lotusblätter und Korallen toxische konventionelle Antifouling-Beschichtungen ersetzen können. Die Autorinnen und Autoren betonen die Notwendigkeit multifunktionaler Synergien und sehen in künstlicher Intelligenz einen entscheidenden Treiber für künftige Entwicklungen.

Mikrostrukturierte Oberflächen nach dem Vorbild aquatischer Organismen bieten einen vielversprechenden Weg zu langlebigen, ungiftigen marinen Antifouling-Beschichtungen. Quelle: JosepMonter - Pixabay (symbol image).

Mariner Biofouling gehört nach wie vor zu den hartnäckigsten Herausforderungen in der Schifffahrt, der Aquakultur und bei Offshore-Infrastrukturen. Er verursacht erhöhten Strömungswiderstand, beschleunigte Korrosion und erhebliche Wartungskosten. Konventionelle Antifouling-Beschichtungen sind zwar wirksam, weisen jedoch eine begrenzte Haltbarkeit auf und bergen aufgrund der Toxizität ihrer Wirkstoffe Umweltrisiken.

Vor diesem Hintergrund untersucht eine neue Übersichtsarbeit, die im Journal of Coatings Technology and Research veröffentlicht wurde, systematisch bioinspirierte Antifouling-Strategien, die die mikrostrukturellen Oberflächenmerkmale aquatischer Organismen nachbilden. Die Autorinnen und Autoren erläutern die biochemischen Mechanismen der Biofouling-Bildung und bewerten eine Reihe biomimetischer Ansätze, die im vergangenen Jahrzehnt entwickelt wurden.


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Einzel-Mechanismus-Ansätze stoßen an ihre Grenzen

Ein zentrales Ergebnis der Übersichtsarbeit ist, dass Antifouling-Strategien, die auf einem einzelnen Mechanismus basieren – sei es rein mechanischer, chemischer oder biologischer Natur – in dynamischen marinen Umgebungen erhebliche Leistungseinschränkungen aufweisen. Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass eine multifunktionale Synergie, die diese einzelnen Ansätze kombiniert, unerlässlich ist, um eine robuste und langlebige Antifouling-Leistung zu erzielen.

Die Übersichtsarbeit identifiziert zudem zentrale Herausforderungen, darunter die Schwierigkeit, mechanische Robustheit mit einer kosteneffizienten Skalierbarkeit für industrielle Anwendungen in Einklang zu bringen. Mit Blick auf die Zukunft schlagen die Autorinnen und Autoren vor, künstliche Intelligenz zur Optimierung des Strukturdesigns einzusetzen und multifunktionale kollaborative Plattformen aufzubauen, die verschiedene biomimetische Strategien integrieren. Solche Fortschritte könnten die bedarfsgerechte Fertigung langlebiger, wirtschaftlicher und umweltverträglicher Antifouling-Beschichtungen ermöglichen.

Quelle: Yang, F. et al., Recent advances in marine biomimetic antifouling technology based on microstructured surfaces inspired by aquatic organisms. Journal of Coatings Technology and Research (2026).