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Junge Karriere: Einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten
Schon während seines Studiums stand für Dr. Christopher Hirth fest, dass er unbedingt einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten wollte. Beim Naturfarbenhersteller Auro Pflanzenchemie kann er dieses Ziel in die Tat umsetzen. Er arbeitet dort als Entwicklungschemiker u. a. an biobasierten Bindemitteln. Porträt von Silke Karl
Chemie hat dem 30-Jährigen in der Schule am besten gefallen. Als Christopher Hirth auch noch den GDCh-Nachwuchspreis für Schüler erhielt, stand seine Studienwahl fest. Der Bad Harzburger blieb seiner Heimat bei der Wahl seines Studienortes treu, als er sich sowohl für den Bachelor als auch für den Master an der TU Clausthal einschrieb. Er ist auch heute noch Mitglied der Hochschulsportgruppe Kanupolo und trifft sich dort regelmäßig mit Freund:innen.
Schon früh während seines Studiums fiel Hirths Interesse auf die physikalische Chemie, hauptsächlich die der Polymerdispersionen. Insbesondere die Haftklebstoffe ließen ihn nicht mehr los. Er nutzte während seines Studiums gerne die Gelegenheit zur Weiterbildung mit Aufenthalten in Frankreich und China. Im Master führte ihn ein Forschungspraktikum ein Semester lang nach Großbritannien. Allerdings zog es ihn für seine Promotion wieder zurück an die TU Clausthal. „Ich wollte unbedingt etwas Nachhaltiges machen, und es sollte nicht zu weit weg sein“, erklärt er.
Beide Wünsche konnte sich Hirth erfüllen, indem er im Anschluss an seine Promotion eine Stelle als Entwicklungschemiker bei Auro Pflanzenchemie bekam. „Das war schon ein Volltreffer“, fügt er hinzu. Das sein jetziges Tätigkeitsfeld thematisch relativ ähnlich mit seinem Dissertationsthema ist, findet er sehr passend. Das Arbeiten in dem kleinen Team macht ihm sehr viel Spaß. „Ich habe viele Freiheiten und Verantwortung“, erzählt er. Eine Hauptaufgabe ist die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung biobasierter Bindemittel. Doch dies musste die letzten zwölf Monate pausieren. In dieser Zeit war er verantwortlich für die EPD- und LCA-Erstellung der hauseigenen Dispersionsfarben. „Das hat mich sehr vereinnahmt, da ich z. T. sehr tief in die Recherche einsteigen musste“, gibt der 30-Jährige zu. Er möchte diese Zeit aber auch nicht missen, obwohl sie sehr anstrengend war. Er ist stolz auf das, was er erreicht hat.
Christopher Hirth freut sich nun darauf, wieder mehr Zeit im Labor stehen zu dürfen und sich seiner eigentlichen Hauptaufgabe zu widmen. Außerdem ist er für die öffentlich geförderten Forschungsprojekte verantwortlich, in die sein Arbeitgeber regelmäßig involviert ist. „Manchmal muss ich auch in anderen Bereichen einspringen. Diese Abwechslung gefällt mir sehr“, berichtet er. Er fühlt sich sichtlich wohl und angekommen in seinem Team. Auch in seiner Freizeit lässt ihn die Chemie nicht los. So geht er u. a. gerne zu für ihn interessanten Vorträgen des JCF Harz (JCF: JungesChemieForum der GDCh). Hirth spielt mit großer Begeisterung Kanupolo und fährt regelmäßig mit seinen Mannschaftskamerad:innen auf Turniere. Dabei ist ihm kein Weg zu weit.