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Covestro-Übernahme durch Adnoc erhält grünes Licht aus Berlin

Die Bundesregierung hat ihre Prüfungen zur geplanten Übernahme von Covestro durch das staatliche Energie- und Chemieunternehmen Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten abgeschlossen. Die finale Zustimmung der beteiligten Unternehmen steht noch aus.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bei Gesprächen in Abu Dhabi. Quelle: ChatGPT-generierte Illustration

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat während eines Besuchs in Abu Dhabi angekündigt, dass die Bundesregierung für die Übernahme von Covestro durch Adnoc grünes Licht gegeben hat. Reiche erklärte, innerhalb der Bundesregierung seien alle notwendigen Entscheidungen getroffen worden. Nun liege die endgültige Unterzeichnung bei den beteiligten Unternehmen. Zuvor hatte bereits die Europäische Kommission der Transaktion zugestimmt.

Der Abschluss des sogenannten Closings werde nach Reiches Angaben zeitnah erwartet. Die Ministerin führte hierzu Gespräche mit Sultan Al Jaber, Industrieminister der Vereinigten Arabischen Emirate und Vorstandschef von Adnoc.

Covestro wurde 2015 aus der ehemaligen Kunststoffsparte von Bayer ausgegliedert und produziert unter anderem Zwischenprodukte für Hart- und Weichschäume, die in Kühlschränken, Autositzen und Matratzen eingesetzt werden. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 17.500 Mitarbeitende, davon mehr als 7.000 in Deutschland an den Standorten Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Brunsbüttel.

Bedeutung für die Beschichtungsindustrie

Covestro ist auch ein wichtiger Anbieter von Polyurethan-Rohstoffen und Polycarbonaten, die in zahlreichen Beschichtungsanwendungen genutzt werden – etwa in Industriebeschichtungen, Automobilbeschichtungen oder funktionellen Harzen. Ein Eigentümerwechsel könnte daher Auswirkungen auf Lieferketten, Investitionsstrategien und die langfristige Ausrichtung im Bereich Polymer- und Harztechnologien haben.