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Wetterstabile DTM-Beschichtung mit Polyasparaginsäureestern weiterentwickelt

Eine aktuelle Bachelorarbeit untersucht die Optimierung einer 2K-UHS-DTM-Beschichtung für metallische Untergründe. Im Fokus steht die Verbesserung der Wetterbeständigkeit und des Korrosionsschutzes auf Basis von Polyasparaginsäureestern.

Tropfen auf einer Alumiumoberfläche als Symbolbild.
Optimierte DTM-Beschichtung: Durch Variation von Pigmenten, Additiven und Bindemittelanteilen ließ sich die UV-Stabilität signifikant verbessern. Quelle: avi_acl - Pixabay

Im Rahmen einer Abschlussarbeit an der Hochschule Esslingen wurde ein neues 2K-UHS-DTM-Beschichtungssystem auf Basis von Polyasparaginsäureestern entwickelt. Ziel war es, eine wetterfeste Direktbeschichtung für metallische Untergründe zu formulieren, die hohen Anforderungen im industriellen Korrosionsschutz standhält. Die untersuchte Rezeptur kann ohne Primer direkt appliziert werden und basiert auf einem biobasierten Bindemittelsystem.

Ein zentrales Problem der Ausgangsformulierung war ein Glanzverlust infolge von Filmschrumpf. Dieser Effekt konnte durch gezielte Vorkonditionierung der Formulierung reduziert werden. Darüber hinaus wurden Pigment-Volumenkonzentration, Pigmenttypen und Additive variiert, um die Glanz- und UV-Stabilität des Systems zu erhöhen. Ergänzend wurde der Einsatz von Lichtschutzmitteln sowie nanoskaligen Organoschichtsilikaten auf ihre Eignung geprüft.


Veranstaltungstipp: Korrosionsschutz

Das Seminar „Korrosionsschutzlacke“ am 08.10.2025 behandelt Rohstoffe und deren Verwendung in Lacksystemen, die in der Lage sind Beanspruchungen Stand zu halten und die Lebensdauer der Substrate erheblich verlängern. Lernen Sie, wie modernste Technologien und nachhaltige Lösungen zum langfristigen Werterhalt beitragen. Tauchen Sie in das Thema ein und stellen Sie Ihre Fragen.


Fokus auf Salzsprühnebeltests und NCO-Optimierung

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit lag auf der Optimierung des Korrosionsschutzes. Dazu wurden Versuche unter Salzsprühnebelbedingungen durchgeführt, in denen sowohl die Variation des NCO-Mischäquivalents als auch unterschiedliche Inhibitoren und Korrosionsschutzpigmente untersucht wurden. Die systematische Bewertung dieser Parameter lieferte wertvolle Erkenntnisse zur Formulierung robuster Schutzsysteme.

Abschließend wurden die entwickelten Formulierungen umfassend charakterisiert – darunter Rheologie, Verarbeitbarkeit, Glanz, Haftfestigkeit sowie die Licht- und Wetterbeständigkeit. Erste Testergebnisse zeigen ein ausgewogenes Leistungsprofil für den Außeneinsatz.

Quelle: Lena Nägele, Bachelorarbeit Hochschule Esslingen (Sperrfrist bis 27. November 2029)