Bio – nicht der heilige Nachhaltigkeits-Gral?

Donnerstag, 26. März 2015 | Veröffentlicht von: Kirsten Wrede, FARBE UND LACK

ˮBio is not the holy grail of sustainable development" - ich mag diesen Satz von Prof. Rolf Mülhaupt. Er stammt aus der Keynote-Rede, die der renommierte Wissenschaftler der Universität Freiburg zur Eröffnung des European Coatings CONGRESS 2015 halten wird. "Bio ist nicht der heilige Gral nachhaltiger Entwicklung” – diesen Satz muss man erstmal nachwirken lassen. Und noch davor: "Green and bio are not synonymous – grün und bio sind nicht gleichbedeutend".

Ich erzähle Ihnen hier wahrscheinlich nichts Neues, aber wie oft haben wir auf Kongressen, in Fachbeiträgen oder Kommentaren die Begriffe "nachhaltig" und "biobasiert" diskutiert, wie oft werden diese "in einen Topf geworfen". Immer wieder stellten wir fest: Die Vorstellungen von "Nachhaltigkeit" gehen weit auseinander.

Dazu fällt mir eine nervige Radiowerbung ein, in dem ein altkluges Kind behauptet: "Mein Büro kann Nachhaltigkeit". Hm, das klingt ja erstmal gut, aber was genau soll es heißen? Und so zieht sich dieses Thema nicht nur durch die Welt der Farben und Lacke - weiter geht es im alltäglichen Leben. Ist es nachhaltig, Bioäpfel aus Neuseeland zu essen, oder ist es besser für die Ökobilanz, heimische, aber konventionelle Äpfel zu kaufen? Lieber in Folie verpacktes Biogemüse aus dem Supermarkt, oder lose Möhren vom Bauernmarkt um die Ecke? Auf Ökoenergie umsteigen, oder gleich gar nicht mehr heizen?

Man kann sich geradezu heiß diskutieren bei diesem Thema. Umso mehr hoffe ich, Sie nun nicht nachhaltig gelangweilt zu haben, sondern Sie auf die richtige Betriebstemperatur für die ECS gebracht zu haben!

Teilen Sie mir gerne mit, wie Sie die Nachhaltigkeitsdebatte sehen. Ich bin gespannt auf Ihre Meinung!

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