Schneller oder langsamer?

Mittwoch, 27. März 2013 | Veröffentlicht von: Ludger Küper

Unglaublich, aber wahr: Das erste Quartal in diesem Jahr ist auch schon wieder vorbei und von der lang geplanten "European Coatings Show 2013" bleibt nur noch die Nachbereitung. Wie viele Weisheiten fallen einem zu diesem Thema ein und bringen uns zum Nachdenken? Früher war alles besser und einfacher? Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit? Das Zeitalter der elektronischen Medien, die Smart-Phone Generation ist an allem Schuld? Oder liegt es doch tatsächlich an uns selbst und wir werden tatsächlich träger und langsamer in unserem Arbeitsleben?

Die Diskussion hierüber im Freundeskreis, aber vor allem auch die zahlreichen Gespräche gerade in Nürnberg, lassen keinen Zweifel: Die Zeiten haben sich geändert, und das ist auch gut so. Das Abitur spult man heute in zwölf Schuljahren herunter und aus dem guten, alten Lackingenieur wird heute bereits nach drei Jahren der Bachelor.
So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die Arbeitszeiten entsprechend verändern. Die Zeiten sind vorbei, als man sich morgens um 7:30 Uhr im Labor einfand und um 16 Uhr pünktlich nach Hause ging.
Die gemeinsame Gehaltsstudie des VILF und des Vincentz-Verlages hat gezeigt, dass über die Hälfte der Befragten in der Lack- und Farbenindustrie mindestens fünf unbezahlte Überstunden pro Woche leisten. Sicherlich nicht, weil sie langsamer geworden sind, sondern vielmehr weil die Zeit sich tatsächlicher schneller dreht, aber auch die Erwartungshaltungen von allen Beteiligten immer höher werden. Das Positive in unserer bunten Branche ist jedoch, dass eine überwältigende Mehrheit von mehr als 85% mit ihrer Arbeitsstelle zufrieden ist. Selbst auf die Gefahr, dass ich hier ein weiteres Klischee benutze, aber dieser Einsatzwille und die Zufriedenheit hängen sicherlich damit zusammen, dass die Lack- und Farbenbranche ohne Zweifel eine große Familie bildet, in der viele Mitarbeiter Halt und Motivation finden. Wir werden also ganz bestimmt nicht langsamer in unserer Arbeit, sondern nehmen es mit der immer schneller werdenden Zeit gerne auf. Welches Event kann dies besser bestätigen, als die gerade erfolgreich realisierte ECS!

Gruß,

Ludger Küper

1. Vorsitzender im VILF.e.V.

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