Aufstieg und Fall der Carbon Nanotubes bei BMS

Dienstag, 08. April 2014 | Veröffentlicht von: Miriam von Bardeleben, FARBE UND LACK

So schnell kann es gehen: Gerade noch waren die Carbon Nanotubes ein aufgehender Stern am Himmel der Innovationen, Branchengrößen wie Bayer MaterialScience setzten sich massiv für die neue Technologie ein, und die Innovationsallianz Inno.CNT gründete sich mit 90 Partnern. 2010 investierte Bayer massiv, baute für 22. Mio EUR die mit 200 tpa Kapazität weltgrößte Produktionsstätte für Carbon Nanotubes. Doch wohlmöglich konnte das multifunktionale Material nicht die hohen (Markt-)Erwartungen erfüllen; immerhin hatte die BMS-Geschäftsleitung 2010 noch von einem jährlichen Wachstum von 25 % und 2 Mrd. USD Marktvolumen binnen einem Jahrzehnt gesprochen. Denn...

...die einst als Schlüsseltechnologie – gar zur "Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen" – gefeierte Technologie verlor innerhalb des Bayer-Konzerns an Relevanz, sodass BMS nun schlussendlich alle diesbezüglichen Patente verkauft hat.

So pessimistisch es klingen mag: Ein bisschen erinnert mich diese Entwicklung an die Geschichte der Brennstoffzelle, die nach einem anfänglichen Hype quasi 20 Jahre vor der Markteinführung stand und doch letztlich den ihr vorausgesagten Siegeszug nie geschafft hat. Wie beurteilen Sie die Sachlage? Diskutieren Sie gerne Ihre Sichtweise mit mir und Ihren Branchenkollegen!

Beste Grüße
Miriam von Bardeleben

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