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25. Nov 2020 // Produktion & Labor

Titandioxid in Pulverlacken unter Grenzwert halten

Seit der Entscheidung, Titandioxid als potenziell krebserregend einzustufen, lastet besonderer Druck auf Pulverlacken. Ein neues Trennsystem ermöglicht es nun, den Feinstaubanteil von Titandioxid unter dem kennzeichnungspflichtigen Grenzwert zu drücken.

Im Fachartikel "Eine weiße Weste für Titandioxid" beschreiben die Autoren, wie Pulverlacke mit den neuen Grenzwerten umgehen können. (Foto: Denisproduction.com - stock.adobe.com)

Die Inhalation von Titandioxid gilt als potentiell krebserregend, so sieht es zumindest die Europäische Kommission und hat eine Kennzeichnungspflicht für pulverförmige Gemische verfügt, die mehr als 1 % TiO2 enthalten.

In einem Fachbeitrag in der Ausgabe 10/11 2020 der FARBE UND LACK beschreiben die Autoren wie ein neues Trennsystem Titandioxidfeinstaub aus Pulverlacken entfernt und so den pulverförmigen Anteil des Weißpigments unter die Kennzeichnungsgrenze senkt.

Mechanische Separation von Titandioxid

Das System transportiert den zugegebenen Pulverlack pneumatisch. Die eigentliche Separation von Pulverlack und Titandioxidfeinstaub erfolgt dabei mittels mechanischer Separation aufgrund von Dichtegradienten.

Funktionsweise der Titandioxidabscheidung.

Laut den Autoren soll der Marc Giersemehl, Christian Begass und Fabian Mertens von der Firma
Neuman & Esser Process Technology bleibt der Additivanteil trotz geänderter Partikelgrößenverteilung dabei unberührt. Das System soll sowohl inline als auch offline betrieben werden können. Grundsätzlich funktioniere das System bei gröberen Partikelgrößenverteilungen besser als bei feineren.

Weitere Details, wie etwa den spezifischen Energieaufwand des Systems ist, welchen Einfluss die Temperatur auf den Prozess hat und den Durchsatz des Systems ist im ganzen Artikel beschrieben. Diesen finden Sie unter dem Titel "Eine weiße Weste für Titandioxid" in auch digital in der Onlinebibliothek FARBEUNDLACK 360°.

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