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Donnerstag, 24. September 2020
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Wissenschaft & Technik, Technologien, UV/EB Lacke

UV-Härtung ohne Fotoinitiatoren erhält Innovationspreis

Freitag, 11. Juli 2014

Das prämierte Verfahren zur Härtung von UV-Farben und -Lacken kommt ohne den Einsatz giftiger Fotoinitiatoren aus.

Photonen anstatt Photoinitiatoren heißt es nun für UV Härtungen

Quelle: Pixelio/Johann Dudla

Photonen anstatt Photoinitiatoren heißt es nun für UV Härtungen

Quelle: Pixelio/Johann Dudla

Für ihre Neuentwicklung ist die Innovative Oberflächentechnologien GmbH aus Leipzig mit dem Clusterpreis Chemie/Kunststoffe des IQ Innovationspreises Mitteldeutschlands 2014 ausgezeichnet worden.

Photonen brechen molekulare Doppelbindungen auf

Bei dem Verfahren wird die flüssige Farbe in einer Kammer unter Ausschluss von Sauerstoff mit extrem kurzwelligem Licht aus einem Excimerstrahler bestrahlt. Unmittelbar danach erfolgt die Bestrahlung mit einem neu entwickelten UVC Mitteldruck-Strahler. Durch die besonders hochenergetischen Licht-Photonen brechen die molekularen Doppelbindungen der Lackmoleküle auf. Es bilden sich Radikale und die Polymerisation wird direkt in Gang gesetzt. Durch den Verzicht auf Fotoinitiatoren eignen sich die so getrockneten Farben und Lacke besonders für Lebensmittel- und Pharmaverpackungen, aber genauso für die Innenausstattung von Autos, Möbeloberflächen und Fußböden. Darüber hinaus verfügen sie über eine höhere Oberflächenhärte und sind damit beständiger gegen Umwelteinflüsse. Aktuell befindet sich das Verfahren bereits im Langzeittest bei einem Pilotkunden. Gestiftet wurde der mit 7.500 Euro dotierte Clusterpreis gemeinschaftlich von der Dow Olefinverbund GmbH und der Styron Deutschland GmbH.

Neue Einsatzgebiete erschließen

Die Innovation ermöglicht den Einsatz von UV-Farben und -Lacken gemäß der verschärften europäischen VOC-Grenzwerte für flüchtige organischen Verbindungen, urteilte die Jury. Gleichzeitig werden neue Einsatzgebiete für dieses Druckverfahren erschlossen. UV-Farben und -Lacke enthalten keine Lösemittel und härten unter UV-Bestrahlung in Bruchteilen einer Sekunde aus. Möglich wird dies durch Photoinitatoren, die unter UV-Licht zu Radikalen zerfallen und die Polymerisation der Farbemoleküle auslösen. Dadurch vernetzen sich diese zu langen Ketten und die Farbe trocknet sofort. Doch Reste der giftigen Photoinitatoren können später aus der Oberfläche austreten und zu gesundheitlichen Schäden führen.

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