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Mittwoch, 24. April 2019
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Wissenschaft & Technik, Technologien

Hochgedämmte Sandwichelemente aus Carbonbeton

Mittwoch, 24. Februar 2016

Im Rahmen des interdisziplinären Projekts C³ – Carbon Concrete Composite wurde ein Prototyp eines hochgedämmten Sandwichelements aus Carbonbeton entwickelt. Die besondere Wirtschaftlichkeit dieser Bauweise liegt in der textilen Bewehrung.

Der Prototyp zur direkten Verarbeitung im Betonwerk. Quelle: Evonik

Der Prototyp zur direkten Verarbeitung im Betonwerk. Quelle: Evonik

Das interdisziplinäre Projekt C³ – Carbon Concrete Composite – entwickelt mit 130 Partnern aus Forschung, Industrie und Verbänden einen neuen Materialverbund aus Carbonfasern und Hochleistungsbeton.

Energetisch und statisch hoch effizient

Im C³Basisvorhaben 4 "Multifunktionale Bauteile aus Carbonbeton" beteiligen sich die Thermische Isolation von Evonik im Segment Resource Efficiency und die solidian GmbH, Hersteller von textiler Bewehrung, an der Entwicklung von hochgedämmten Sandwichelementen aus Carbonbeton und deren funktionale Aktivierung. Jetzt wurde ein erster Demonstrator eines extrem schlanken und dabei energetisch und statisch hoch effizienten textilbewehrten Betonsandwichelements entwickelt. Der Prototyp des im Verbund mit der Dämmung "Calostat" vorgefertigten Bewehrungskorbes aus dem textilen Gelege "solidian Grid" der solidian GmbH zur direkten Verarbeitung im Betonwerk erreicht mit 130 mm einen U-Wert von < 0,29 W/(m²K). Ein vergleichbares Element mit herkömmlicher Dämmung hätte eine Stärke von 180 mm. 

Bauweise spart Beton

Die besondere Wirtschaftlichkeit dieser Bauweise liegt in der textilen Bewehrung, da die Betonüberdeckung im Gegensatz zur herkömmlichen Stahlbewehrung reduziert werden kann. "Dadurch können Sandwichwände mit Deckschichtdicken von nur 30 mm ausgeführt werden. Betoneinsparungen von 70 bis 80 % im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen sind möglich und werden heute schon angewendet" berichtet Dr. Christian Kulas, Abteilungsleiter für Textilbeton bei der solidian GmbH.

Thermische Verbesserung von Gebäudehüllen

Mit der schlanken, rein mineralischen, nicht brennbaren Dämmung "Calostat" wird daraus ein energetisch hochwertiges Bauelement mit höchsten Anforderungen an den Wärmeschutz. Durch seine hohe Dichte von 165 kg/m³ liefert "Calostat" außerdem einen positiven Beitrag zum besseren Schallschutz sowie zum winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz. "Mit dem Hochleistungsdämmstoff ‚Calostat" und der Entwicklung von Dämmgranulaten beteiligen wir uns sehr aktiv an der thermischen Optimierung von Gebäudehüllen mit Carbon bewehrtem Beton", sagt Dr. Bettina Gerharz-Kalte, Leiterin des Bereichs Thermal Insulation im Segment Resource Efficiency und Leiterin des Construction Industry Teams bei Evonik.   

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