Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home  > Wissenschaft & Technik  > Technologien  > Antibiotikaresistenzen bei antimikrobielle...

Samstag, 24. August 2019
pdf
Wissenschaft & Technik, Technologien

Antibiotikaresistenzen bei antimikrobielle Farben

Dienstag, 30. April 2019

Antimikrobielle Farben versprechen Schutz vor Bakterien. Forscher warnen nun jedoch davor, dass diese Farben mehr Schaden als Nutzen anrichten könnten, da die Bakterien entwickeln.

Antimikrobielle Produkte sollten gegen häufigere Bakterien getestet werden. Bildquelle: fusebulb – stock.adobe.com.

Antimikrobielle Produkte sollten gegen häufigere Bakterien getestet werden. Bildquelle: fusebulb – stock.adobe.com.

In einer neuen Studie testeten die Forscher Bakterien, die häufig in Wohnräumen gefunden wurden, auf Trockenbauproben, die mit antimikrobiellen, synthetischen Latexfarben beschichtet waren. Innerhalb von 24 Stunden starben alle Bakterien mit Ausnahme von Bacillus timonensis, einem sporenbildenden Bakterium. Die meisten Bazillen leben häufig im Erdboden, aber viele sind auch in Innenräumen zu finden.

"Wenn Sie Bakterien mit antimikrobiellen Chemikalien angreifen, dann werden sie eine Verteidigung aufbauen", sagte Erica Hartmann von Northwestern Engineering, die die Studie leitete. "Bacillus ist normalerweise harmlos, aber wenn man ihn angreift, könnte man ihn dazu bringen, mehr Antibiotikaresistenz zu entwickeln."

Die meisten Bakterien sterben ohnehin auf Innenflächen

Bakterien gedeihen in warmen, feuchten Umgebungen, so dass die meisten auf Innenflächen sterben, die ohnehin trocken und kalt sind. Hartmann stellt daher die Notwendigkeit des Einsatzes antimikrobieller Farben in Frage, die nur dazu führen können, dass Bakterien stärker werden.

Sporenbildende Bakterien, wie z.B. Bacillus, schützen sich, indem sie für einen gewissen Zeitraum inaktiv werden. Im Ruhezustand sind sie selbst unter härtesten Bedingungen sehr widerstandsfähig. Nachdem sich diese Bedingungen verbessert haben, reaktivieren sie sich.

"Wenn es in Sporenform ist, kann man es mit allem, was man hat, angreifen und es wird immer noch überleben", sagte Hartmann, Assistenzprofessorin für Bau- und Umweltingenieurwesen an der Northwestern McCormick School of Engineering. "Wir sollten bei der Verwendung antimikrobieller Produkte vorsichtig sein, um sicherzustellen, dass wir die harmloseren Bakterien nicht etwas aussetzen, das sie schädlich machen könnte."

Farben werden nicht gegen häufige Bakterien gestestet

Ein Problem bei antimikrobiellen Produkten - wie diesen Farben - ist, dass sie nicht gegen häufigere Bakterien getestet werden. Die Hersteller testen, wie gut mehr pathogene Bakterien wie E. coli oder Staphylococcus überleben, aber die Bakterien, denen Menschen (und die von ihnen verwendeten Produkte) plausibler begegnen würden, weitgehend ignorieren.

"E. coli ist wie die 'Laborratte' der mikrobiellen Welt", sagte Hartmann. "Es ist in der Umwelt viel weniger verbreitet, als die Menschen denken. Wir wollten sehen, wie die authentischen Innenraumbakterien auf antimikrobielle Oberflächen reagieren, weil sie sich nicht so verhalten wie E. coli."

Amanda Morris / Northwestern University

zum Seitenanfang
Kommentare (2)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren