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Freitag, 26. April 2019
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Wissenschaft & Technik, Produktions- & Prüftechnik

Schiffsfarben realistisch testen

Montag, 06. August 2018

Schiffsfarbenhersteller bieten inzwischen auch Beschichtungen an, die den Bewuchs von Schiffsrümpfen durch Anti-Hafteffekte verringern, um den Einsatz von Bioziden zu vermeiden. Nun gibt es ein Testverfahren für die Bewertung solcher Lacke, denn gängige Verfahren werden diesen nicht gerecht.

Der "RotoMarin" mit Ober- und Unterseite der zwei Plattenteller mit jeweils 16 Testplatten.

Der "RotoMarin" mit Ober- und Unterseite der zwei Plattenteller mit jeweils 16 Testplatten.

Um Bewuchs auf Schiffsrümpfen zu verhindern, ist der Einsatz von Bioziden noch immer die gängigste Variante, dementsprechend sind auch die Testmethoden aufgebaut, um diese zu bewerten. So werden oft statische Testverfahren eingesetzt. Das Problem mit diesen ist allerdings, das neuartige Beschichtungen hier überproportional schlecht abschneiden. Moderne Anti-Haft-Beschichtungen verschiedenen den Bewuchs von Schiffsrümpfen zu reduzieren, indem sie es Meeresorganismen erschweren am Rumpf halt zu finden.

Dafür spielen aber auch dynamische Faktoren eine Rolle, da die Anti-Haftwirkung bei fahrenden Schiffen oft zu einer Selbsteinigung führt. Auch selbst-polierende Effekte oder die Biozidfreisetzung können durch dynamische Effekte beeinflusst werden. 

Rotierender Teststand

Das neue Testverfahren "RotoMarin" versucht nun die dynamischen Bedingungen genauer abzubilden und Nachteile bestehender dynamischer Verfahren auszugleichen. Hier werden je Ebene 16 Testplatten in Form eines Kreissegments so angebracht, dass die Spitze zur Achse zeigt, sodass alle 16 Testplatten zusammen einen Kreis um die Achse bilden. Auf diese Weise wird auf jeder Testplatte der Anstieg der Geschwindigkeit von der Achse nach außen stufen- und lückenlos abgebildet. Die Methoden der Auswertung werden dabei von Jahr zu Jahr noch weiter verbessert.

Bei ersten Tests konnte gezeigt werden, dass die Geschwindigkeit und Aktivität nicht nur Einfluss auf Antihaftbeschichtungen, sondern auch auf erodierende oder selbst-polierende Beschichtungen hat. Die Hydrolyse der Matrix einer SPC ist die Voraussetzung für die Freisetzung der inkorporierten Biozide. Und diese Hydrolyse wird durch eine Anströmung am Schiffsrumpf oder am "RotoMarin" aktiviert.

Details im Live-Stram

Detailliert wird das Testverfahren und erste Ergebnisse im FARBE UND LACK Livestream am Mittwoch dem 8. August um 11:00 Uhr vorgestellt. Hier können Zuschauer auch Fragen direkt an die Autoren des zugehörigen Fachartikels stellen, der in Farbe und Lack Ausgabe 8/2018 erschienen ist.

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