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Sonntag, 01. November 2020
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Wissenschaft & Technik, Produktions- & Prüftechnik

Neuartige Verfahren für strategische Produktions- und Logistikaktivitäten

Donnerstag, 30. Juli 2015

Die Uni Würzburg und die DAW SE haben ein Forschungsprojekt gestartet. Ziel ist eine verbesserte Ausrichtung der strategischen Produktions- und Logistikaktivitäten des Unternehmens.

Professor Richard Pibernik vom Lehrstuhl für Logistik und quantitative Methoden in der BWL der Uni Würzburg. Quelle: Universität Würzburg

Professor Richard Pibernik vom Lehrstuhl für Logistik und quantitative Methoden in der BWL der Uni Würzburg. Quelle: Universität Würzburg

Insgesamt acht Marken sind unter dem Dach der DAW SE vereint - das familiengeführte Unternehmen gehört europaweit zu den führenden Anbietern von Farben, Lacken, Dämmstoffsystemen und vergleichbaren Produkten. Ihren Hauptsitz hat die DAW SE in Ober-Ramstadt im Odenwald, weltweit beschäftigt sie rund 5.600 Mitarbeiter, 3.500 davon in Deutschland.

Netzwerk gestalten

Bereits seit Beginn dieses Jahres arbeitet Professor Richard Pibernik, Inhaber des Lehrstuhls für Logistik und quantitative Methoden in der BWL der Universität Würzburg, mit dem Supply Chain-Team von DAW SE zusammen. Nun hat sich daraus ein konkretes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ergeben: Pibernik und sein Mitarbeiter Konstantin Kloos unterstützen DAW bei der Entwicklung und dem Einsatz neuartiger Verfahren für die strategische Gestaltung ihres Produktions- und Logistiknetzwerkes.

Heterogenes Produktsortiment

Dabei stellt die bunte Produktpalette die Würzburger Forscher vor besondere Herausforderungen: "DAW verfügt über ein komplexes System aus starken Marken für verschiedenste Vertriebskanäle, ein breites und sehr heterogenes Produktsortiment und verschiedenartige Produktionstechnologien", sagt Konstantin Kloos. Dämmstoffe sind beispielsweise äußerst leicht, aber sehr voluminös, während Lacke eher in kleinen Gebinden untergebracht sind, dafür aber viel Gewicht auf die Waage bringen. Dazu kommt, dass DAW nicht nur Baumärkte beliefert, sondern auch Fachhändler, Malerbetriebe oder große Baustellen. Dementsprechend aufwendig ist die Logistik – zumal die acht Marken ihren jeweils eigenen und individuellen Auftritt haben, mit dem sie in der Öffentlichkeit sichtbar sein sollen. "Für die Forschung ergeben sich daraus zahlreiche Fragen, die über klassische ‚Optimierungsprojekte‘ in der Logistik hinausgehen", sagt Richard Pibernik. So zum Beispiel die Frage, wie ein Produktions- und Logistiknetzwerk unter Sicherstellung der Markenidentität und -integrität gewährleistet werden kann.

Baustein zur Ausrichtung der Supply Chain

Im Jahr 2012 wurde DAW vom TV-Sender n-tv zum "Hidden Champion" gekürt. "Unser Anspruch, Innovationsführer zu sein, beschränkt sich nicht auf Produktinnovationen, sondern auch auf innovative zukunftsweisende Konzepte im Bereich Kundenservice, Logistik und Produktion", sagt Daniel Weber, Mitglied der Geschäftsleitung der DAW-Gruppe und Geschäftsführender Direktor Supply Chain. "Wir sehen in den Ergebnissen aus dem Projekt einen wichtigen Baustein für die zukünftige Ausrichtung unserer europäischen Supply Chain", so Weber weiter. Pibernik beschäftigt sich seit Jahren gemeinsam mit globalen Partnern aus Wissenschaft und Praxis (unter anderem vom MIT, Bell Labs und Alcatel-Lucent) mit dem globalen Design von Produktions- und Logistiknetzwerken. Konstantin Kloos kennt theoretische Modelle zur Netzwerkoptimierung und hat bereits in verschiedenen Unternehmen an internationalen Produktions- und Logistikprojekten mitgearbeitet.

Ergebnisse fließen in Lehre ein

Die Zusammenarbeit zwischen DAW und der Uni Würzburg soll insbesondere auch den Studierenden zugutekommen. Neben Praxiskontakten für Studierende und Absolventen planen Pibernik und Kloos, aus dem Projekt innovative Lehrinhalte für Vorlesungen und Seminare zu generieren. "Wir wollen den Studierenden die Ergebnisse und Modelle dieses Forschungsprojekts in einer abgespeckten Version zum Üben zur Verfügung stellen", sagt Kloos. Auf diese Weise werden den angehenden Betriebswirten interaktiv und mithilfe "echter" Software" sowohl die quantitativen Grundlagen als auch konkrete Fragestellungen für das Management vermittelt.

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