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Sonntag, 26. Januar 2020
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Wissenschaft & Technik, Produktions- & Prüftechnik

Die Fußballstrategie „den Gegner kennen“ heißt für Lacke: Korrosion vermeiden

Donnerstag, 07. Juni 2012

Lack gegen Rost. 1:0 steht es bereits. Die Defensive wurde nun auch verstärkt: Ein neues Messgerät prüft die Umgebungsluft und entdeckt die Verursacher von Korrosion.

Korrosion an Gebäuden vorhersagen - Fraunhofer entwickelte dazu ein Messgerät Quelle: Fotolia/Jenson

Korrosion an Gebäuden vorhersagen - Fraunhofer entwickelte dazu ein Messgerät Quelle: Fotolia/Jenson

NOx, Chlorverbindungen und organische Säuren sind die Stürmer auf der gegnerischen Spielwiese. Immer wieder wagen sie Vorstöße, die zu schweren Schäden an Bauwerken, innen wie außen, Fahrzeugen und Geräten anrichten.
Messgerät detektiert die Korrosionsbedingungen in der Umgebungsluft.
Herkömmliche Sensoren, die meist nur die Luftfeuchtigkeit und Temperatur messen, können das Korrosionsrisiko, das von Verunreinigungen in der Luft, z.B. von Säuren ausgeht, nicht erkennen.

"Die Sensoren reagieren sehr empfindlich. Das neue Gerät ermöglicht so eine Aussage über die Aggressivität der Umgebungsluft", so Dr. Bert Scheffel vom Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP.

Das Funktionsprinzip der Sensoren ist einfach, aber effektiv: Der Sensor besteht aus einer dünnen Metallschicht (aus Kupfer, Silber, Blei, Eisen, Zink, Zinn, Bronze oder Messing), die auf einer isolierenden Trägerplatte (aus Keramik oder Kunststoff) aufgebracht ist. Die durch Korrosion der Metallschicht verursachte Widerstandsänderung wird erfasst und als Maß für den Korrosionsfortschritt genutzt. Über eine drahtlose Schnittstelle können Daten ausgelesen werden.

Ein Teil des Sensors wird mit einer Abdeckung vor Korrosion geschützt und dient als Referenz zur Kompensation der Temperaturabhängigkeit des elektrischen Widerstandes.

AirCorr-Messgerät innen und außen anwenden

"Vorrangige Zielanwendung im Projekt war der Museumsbereich, aber auch die Chemieschen Industrie, oder die  Beschichtungs- und Umwelttechnik, bei denen Korrosion eine große Rolle spielt, könnten von dem Messgerät profitieren. AirCorr besitzt verschiedene Empfindlichkeitsbereiche und ist daher zur Überwachung innerhalb und außerhalb von Gebäuden einsetzbar. " erläutert Bert Scheffel ferner.

Die Sensoreinheiten sind durch einen Steck-Mechanismus austauschbar und lassen sich somit für den Schutz unterschiedlichster metallischer Objekte anpassen. Aber auch für nicht-metallische Gegenstände lassen sich wertvolle Schlüsse über die Aggressivität der Umgebungsluft ziehen.
Anbringen kann man die Sensorgeräte fast überall am oder in der Nähe des Kunstwerkes, da sie batteriebetrieben arbeiten und einen sehr geringen Stromverbrauch haben. Die Geräte werden derzeit in der Praxis in mehreren europäischen Museen und Ausstellungen getestet. Eine mit Standards und Empfehlungen gefütterte komfortable Software wird entwickelt, um Benutzern eine einfache Bewertung der Messergebnisse zu ermöglichen.

Wie bei der EM – Frankreich, Deutschland, Tschechien und Dänemark sind im Projekt vertreten.

Das europäische Forschungsprojekt »Musecorr - Protection of cultural heritage by real-time corrosion monitoring« (FP7/2007-2013, FKZ 226539) mit einer Laufzeit von 3 Jahren hat zum Ziel, handliche Korrosionssensoren für den Schutz von Kulturgut zu entwickeln.
Projektkoordinator ist das französische »Institut de la Corrosion« aus Brest. Partner im Projekt sind die Forschungsinstitute, das »Institute of Chemical Technology« aus Prag, Tschechische Republik, sowie das Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP aus Dresden, Deutschland, der Messtechnik-Entwickler nke SA aus Hennebont, Frankreich, die Museumsexperten des »Centre de Recherche et de Restauration des Musées de France« aus Paris, des Schweizerischen Nationalmuseums sowie des Dänischen Nationalmuseums.

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