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Montag, 09. Dezember 2019
Veranstaltungen, Vielseitig, aber anspruchsvoll - der Baustoff Beton, Die Konferenz im Überblick
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Kurzfassung der Vorträge

Dienstag, 26. November 2019

14.00 - 18.00 h

Tutorium
Dr.-Ing. Owe-Karsten Lorenz // Sachverständiger für Baustoffchemie und Betontechnologie

Dieses Tutorium vermittelt Ihnen Grundlagen rund um den Baustoff Beton. Folgende Fragestellungen werden aufgegriffen: 

 Was ist Beton?

  • Was kann Beton?
  • Was kann er nicht?
  • Nachbehandlung von Beton
  • Mikrostrukturen
  • Einsatzgrenzen, Expositionsklassen
  • Beton dauerhaft machen
  • Ein Blick auf die Betonrandzone

Mittwoch, 27. November 2019

09.00 - 9.30 h

Begrüßung und Konferenzeinführung
Kirsten Wrede // Vincentz Network

09.30 - 10.00 h

CO2-Einsparung bei hydraulischen Bindemitteln - Mineralogische Konzepte
Prof. Herbert Pöllmann // Universität Halle

Baustoffe sind nach Wasser das meist verbrauchte Material, das die Menschen nutzen. Bei der Herstellung werden Prozesse und mineralische Rohstoffe genutzt, die auch zur Freisetzung von CO2führen. Nach statistischen Überlegungen werden hier ca. fünf bis sieben Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes mit verursacht. Im Vortrag werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man alternative Baustoffe herstellen kann und welche Entwicklungspotentiale hier zur Verminderung des CO2 möglich sind.

10.00 - 10.30 h

Recyclingbeton - Ökobeton oder Unsinn?
Wolfgang Hemrich //Schwenk Zement

Unter dem Aspekt der Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und Ökologie rückt die Anwendung von Recyclingbeton zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Der Beitrag zeigt die Möglichkeiten und Grenzen dieses Baustoffes unter den derzeitigen gesetzlichen und normativen Rahmenbedingungen auf.

10.30 - 11.00 h

Schwindarme Konstruktionsbetone mit hohem Anteil an Gesteinsmehl
 Christian Herget //TU Darmstadt

Risse im Beton beeinflussen die Dauerhaftigkeit und Tragfähigkeit von Stahlbetonbauteilen. Besonders in vorgespannten und wasserberührten Bauwerken ist Schwindverformung und dar-aus entstehende Rissbildung zu vermeiden. Eine Reduzierung des Schwindmaßes des Betons kann durch eine angepasste Betontechnologie und die Verwendung von inerten Zementklinkerersatzstoffen erreicht werden. Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass sich Kalksteinmehl hierfür als ein ressourcenschonender Zementklinkerersatzstoff zur Herstellung schwindarmer Betone eignet. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurde das Schwindverhalten von klinkerreduzierten Betonen mit unterschiedlichen Gehalten und chemisch-mineralogischen Eigenschaften von Kalksteinmehl und anderen Gesteinsmehlen untersucht.

11.15 - 11.45 h 

Eigenschaften von Konstruktionsbeton bei Verwendung alternativer Bindemittel
Prof. Frank Dehn //Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Die Anstrengungen zur Erforschung neuer, leistungsfähiger Bindemittel und Betone hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Hierfür können im Wesentlichen zwei Gründe genannt werden. Zum einen ist die Bindemittel- und Betonindustrie - wie andere Industriezweige auch - unter Nachhaltigkeitskriterien gefordert, Lösungen anzubieten, die dazu beitragen helfen, die globalen Klimaschutzziele zu erreichen. Zum anderen sind in jüngster Zeit die Erwartungen an die Langzeitbeständigkeit von Baustoffen und somit die erreichbare Nutzungsdauer unserer Bauwerke aus nachvollziehbaren Gesichtspunkten zunehmend gestiegen. Ein unter den zuvor genannten Aspekten schon seit längerem interessantes und weiterhin aktuelles Forschungsfeld stellen die alternativen Bindemittel und daraus hergestellte Betone dar. Wenngleich die darstellbare Ökobilanz dieser alternativen Bindemittel- bzw. Betonsysteme stets kritisch zu hinterfragen ist, so kann aus technischen Überlegungen gezeigt werden, dass sich zumindest für bestimmte - den stofflichen Eigenarten der Bindemittel entsprechende - Anwendungsfelder verbesserte mechanische und dauerhaftigkeitsrelevante Eigenschaften gegenüber den klassischen Zementen und zementgebundenen Betonen möglich sind. Dennoch darf Stand heute eher bezweifelt werden, dass auf Grundlage von alternativen Bindemitteln hergestellte Betone derart massentauglich werden, dass sie einen technisch sinnvollen Komplettersatz für sich in der Praxis bewährte zementäre Systeme darstellen können. In diesem Beitrag werden die mechanischen und dauerhaftigkeitsrelevanten Eigenschaften von Konstruktionsbetonen bei Verwendung alternativer Bindemittel - wie z.B. alkalisch-aktivierte oder Geopolymer-Bindemittel, Bindemittel mit calcinierten Tonen, Calciumhydrosilicaten usw., beleuchtet.

14.30 - 15.00 h  

Mit Betonzusatzmitteln sicher ans Ziel
Jorg M. Schrabback // Sika Deutschland

Der Beitrag zeigt exemplarisch, wie das zielsichere Erreichen erforderlicher Betoneigenschaften durch moderne und innovative Betonzusatzmittel unterstützt bzw. erst möglich gemacht wird. Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Betonzusatzmitteln ist dabei immer eine angepasste Betonzusammensetzung und eine sachgerechte Verarbeitung des Betons.

Vorgestellt werden zunächst die Anforderungen an den jeweiligen Beton (Was ist das Ziel?) und anschließend, welchen Beitrag Betonzusatzmittel zur Zielerreichung leisten können. Die exemplarischen Betone und die hierfür vorgestellten Betonzusatzmittel sind:

  • Beton mit höherer Frühfestigkeit Erhärtungsbeschleuniger
  • Beton mit hohem Frost-Taumittel-Widerstand vorgefertigte Mikroluftporen
  • Sichtbeton Massenhydrophobierung, Entlüfter, Polymermikrofasern
  • Sanierungsbeton Haftbrücke, Polymerdispersion, Polymermakrofasern, Schwindreduzierer
  • Schaumbeton Schaumbildner
  • Versickerungsfähige Verkehrsflächen Polymerdispersion, Stabilisierer

15.00 - 15.30 h 

Moderne Baustoffe und Farbe
Oliver Fleschentraeger // Lanxess

Bei der gestaltenden, funktionalen, technischen sowie wirtschaftlichen Planung von Bauwerken oder auch Infrastrukturobjekten werden immer höhere Maßstäbe an die verwendeten Baustoffe angelegt. Stand früher lediglich die Funktionalität und Optik im Vordergrund, so wird heutzutage verstärkt auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ökologie geachtet. Waren Architekten und Planer früher noch durch die Auswahl der zur Verfügung stehenden Werkstoffe eingeschränkt, so sind ihnen heute – dank moderner Baustoffe – nahezu keine Grenzen gesetzt. Beton eröffnet Architekten vielfältige Spielräume in puncto Formgebung – durch den Einsatz von Farbe wird die Formgebung noch betont und kommt dadurch erst recht zur Geltung. Aber nicht nur bei der Gestaltung von Gebäuden ist Farbe unerlässlich. Auch bei der Schaffung klarer Strukturen im Straßenverkehr kommt Farbe eine immer größere Rolle zu. Dient sie doch dazu, sichere Bereiche für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Gerade hier bietet die dauerhafte Betoneinfärbung mit anorganischen Farbpigmenten viele Möglichkeiten.

16.00 - 16.30 h 

Cure-2-Go: Neue Epoxidbeschichtung optimiert Härtezeiten und Optik
Dirk Fuchsmann // Evonik

Produktivität kombiniert mit guter Frühwasserbeständigkeit und exzellenter Ästhetik spielt eine wichtige Rolle bei Betonbeschichtungen. Noch besser ist es, wenn solche Formulierungen den Emissionsanforderungen der einzelnen Länder entsprechen. Epoxidharzhärter der neuesten Generation können solche Anforderungen auch bei extremen Bedingungen erfüllen. Mit Überarbeitungszeiten von weniger als vier Stunden bei 10°C sind diese Systeme mehr als eine Alternative zu den üblicherweise eingesetzten Mannich Basen.

16.30 - 17.00 Uhr

Nachweis der Eignung von Beschichtungen für den Einsatz auf Stahlbeton
Tobias Böttge // iLF Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft Lacke und Farben

Neben einer niedrigen Wasserdurchlässigkeit zum Schutz vor Wasseraufnahme (w ≤ 0,1 kg/(m2 ∙ h0,5)) verbunden mit einer möglichst hohen Wasserdampfdurchlässigkeit zur Gewährleistung einer schnellen Austrocknung des Untergrunds (V > 150 g/(m2 ∙ d)) müssen Beschichtungen für den Einsatz auf Stahlbeton zusätzlich eine Barrierewirkung gegenüber Kohlenstoffdioxid (CO2) aufweisen. Nur mit fachgerecht ausgewählten Beschichtungsstoffen bzw. Beschichtungssystemen kann eine zunehmende Carbonatisierung verhindert und der Bewehrungsstahl im Beton nachhaltig vor Korrosion geschützt werden. Der Vortrag stellt das Prüfverfahren zur Bestimmung der Kohlenstoffdioxid-Durchlässigkeit nach DIN EN 1062-6 vor, geht dabei insbesondere auf den Einfluss der einzuhaltenden Prüfbedingungen ein und soll Möglichkeiten, Grenzen und Fehlerquellen des Verfahrens aufzeigen.

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Kristin-Ann Heuer
Kristin-Ann Heuer
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T +49 511 9910-272
F +49 511 9910-279

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