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Sonntag, 12. Juli 2020
Veranstaltungen, Moderne Fassadenfarben – schön, schützend, smart , Die Konferenz im Überblick

Kurzfassung der Vorträge

Dienstag, 24. November 2020

14.00 - 18.00 h

Tutorium

Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit an der Fassade - Neue Funktionen und Basiswissen rund um Fassadenfarben und Putze

Seit Jahren gehört es zu den primären Zielen der Forschungsarbeiten im Bereich der Fassadenbeschichtungen, die Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit zu optimieren, um hiermit einen wesentlichen Beitrag zum Werterhalt eines Gebäudes zu leisten. Nachhaltigkeit an der Fassade manifestiert sich bei modernen Fassadenbeschichtungen in mehreren großen Themenfeldern:

  1. Verringerte Anschmutzneigung
  2. Dauerhafte Farbtöne
  3. Vermeidung von Algen- und Pilzbefall

Im Tutorium wird der aktuelle Stand der Technik vorgestellt, diskutiert sowie weitere aktuelle Forschungsthemen auch und gerade im Hinblick auf immer strengere Regularien und gesetzliche Anforderungen aufgegriffen.

 Ihr Referent: Dr. Thomas Brenner // DAW SE.

Mittwoch, 25. November 2020

09.15 - 9.30 h

Begrüßung und Konferenzeinführung
Kirsten Wrede // Vincentz Network

09.30 - 10.00 h

Umwelteigenschaften von Fassaden - ein Faktenscheck
Dr. Nicole Borho // Dr. Robert-Murjahn-Institut

Fassaden sind Umwelteinwirkungen wie Wind, Regen und Sonne ausgesetzt. Dadurch können potentiell Stoffe aus Fassadenbeschichtungen und -Putzen ausgewaschen und freigesetzt werden. Der Einsatz von Bioziden als Filmschutzmittel zur Verhinderung von Pilz- und Algenbefall von Fassaden wurde intensiv erforscht und ist durch die Biozidprodukten-Verordnung reguliert. In neuen Forschungsprojekten wurden in den letzten Jahren die Umwelteinwirkungen kritisch hinterfragt und es wurde davon umfangreich in den Medien berichtet. Welche Auswirkungen hat der Einsatz von Filmschutzmitteln in Fassadenprodukten wirklich auf die Umwelt und die Gesundheit? Was ist derzeit der regulatorische Rahmen? Nach 12 Jahren Forschung zu Beregneten Fassaden am RMI präsentieren wir einen Faktencheck.

10.00 - 10.30 h

Fassaden vs. Algen und Pilze - Wie werden Filmschutzmittel in der EU reguliert?
Gabi Büttner // Umco

Durch Regen und Tauwasser werden Fassaden immer wieder feucht und bei richtigem "Schietwedder" wird nicht nur von den Dächern, sondern auch von den Fassaden einiges heruntergespült. Doch es ist nicht nur einfach Dreck, sondern es gelangt auch ein bunter Mix an chemischen Subtanzen ins Erdreich, in die Kanalisation und in siedlungsnahe Gewässer. In Fassadenfarben finden sich unter anderem die sogenannten Filmschutzmittel, die gegen Algen und Pilze wirken sollen – Biozide.

Oftmals bedarf es einer Kombination an algiziden und fungiziden Wirkstoffen, um der Fassadenfarbe ausreichend Schutz zu geben und diese werden streng reguliert durch die Biozid-Verordnung.

Der kleine Exkurs in die Regulatorik wird sich der Frage widmen, wie Filmschutzmittel in Fassadenfarben in der EU reguliert werden. Er wagt darüber hinaus einen vorsichtigen Blick in die Glaskugel: Welche Wirkstoffe werden durch die strikte Reglementierung am Ende verbleiben und wie darf man sie überhaupt noch verwenden? 

10.30 - 11.00 h

Moderne Fassadenfarben - ökonomisch, leistungsstark und nachhaltig
Dr. Jochen Gattermeyer // BASF

Die Anforderungen der Endverbraucher und Verarbeiter an moderne Fassadenfarben sind heute extrem hoch. Grundlegende Eigenschaften wie optimale Verarbeitungseigenschaften, gutes Deckvermögen und eine hervorragende Witterungsbeständigkeit werden als selbstverständlich vorausgesetzt. In dem Vortrag werden moderne Bindersysteme vorgestellt, die Leistungsmerkmale aufweisen, die sie aus dem großen Angebot an Bindemitteln hervorheben. Hierzu gehören Polymerdispersionen, die zu Farben mit hoher Farbtonstabilität und einem erweitertem Verarbeitungsfenster bzw. einer Allwettertauglichkeit führen.

Es wird zudem gezeigt, wie über computergestützte statistische Methoden moderne Polymerdispersionen als Bindemittel entwickelt und auf Preis/Leistungsverhältnis optimiert werden können, um diese speziellen Anforderungsprofile zu erfüllen.

Durch den Biomassenbilanz-Ansatz kann zudem das ökologische Profil deutlich verbessert und damit das Gesamtbild einer modernen Fassadenfarbe weiter abgerundet werden.

11.15 - 11.45 h 

Lösliche Silikate - anorganische Bindemittel für moderne Fassadenfarben
Dr. Joachim Krakehl // Wöllner

Auf den ersten Blick scheint es überraschend, dass lösliche Silikate, die zu den ältesten von Menschen hergestellten Chemikalien zählen und somit bereits seit Jahrhunderten bekannt sind, immer noch ein äußerst beliebtes Bindemittel in modernen Farbsystemen darstellen.  Anhand der weiter wachsenden Marktanteile erkennt man jedoch bereits, dass gerade das Eigenschaftsprofil der löslichen Silikate genau im Trend der Zeit liegt und somit die Bedürfnisse an ein Beschichtungssystem für moderne Farben erfüllt werden können.

Gerade in der heutigen Zeit, in der z.B. ein naturnaher Charakter oder verstärkte Brandschutzeigenschaften gefordert werden, sind lösliche Silikate mehr und mehr das Mittel der Wahl. Sie ergänzen sich dabei in hervorragender Weise mit üblichen organischen und anorganischen Bindemittelsystemen und können deren Eigenschaftsprofil dabei oft noch weiter verbessern.

Neben Herstellung und Eigenschaften von löslichen Silikaten soll im Laufe der Präsentation insbesondere auch auf deren Verwendung in modernen Beschichtungssystemen und Trends eingegangen werden.

14.30 - 15.00 h  

Was tun gegen Schneckenspuren - ein neues Additiv hilft
Markus Vogel // Evonik Resource Efficiency

Die Hauswand ist gerade frisch gestrichen, die Fassade erstrahlt im neuen Glanz – doch was ist das? Deutlich sichtbare vertikale Streifen verschandeln die Optik. Die sogenannten "Schneckenspuren" entstehen typischerweise nach dem ersten Regenschauer, der auf die Hauswand prasselt. Herausgeschwemmte Materialien laufen die Wand herunter und hinterlassen unschöne Streifen, auch "Schneckenspuren" genannt.

Bisher versuchen die Hersteller von Fassadenfarben z.B. die Schneckenspuren zu vermeiden, indem sie die Inhaltsstoffe für ihre Formulierung sorgfältig auswählen. Doch daraus ergeben sich auch neue Probleme: Der Formulierer ist in der Auswahl der Inhaltstoffe deutlich eingeschränkter, muss die Bestandteile sorgfältig aufeinander abstimmen – und außerdem mehr bezahlen als für die Standard-Varianten.

Nun gibt es noch einen völlig anderen Weg, um die lästigen Schneckenspuren gar nicht erst entstehen zu lassen: Neuartige Additive werden der Farbe im Anschluss oder noch während der Formulierung hinzugegeben – und die Schneckenspuren entstehen gar nicht erst.

15.00 - 15.30 h 

Aktueller Stand der TiO2-Einstufung und allgemeiner Ausblick
Sebastian Hanrieder // Kronos International

Kurzfassung folgt in Kürze

16.00 - 16.30 h 

Färbung von Solarmodulen durch photonische Pigmentschichtung
Sebastian Barth // Merck

Solartechnologien in modernen Gebäudehüllen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Eine Barriere für die Implementierung von Sonnenergie in Gebäudehüllen ist das optische Erscheinungsbild von Solarmodulen. Transluzente Effektpigmente, die mit einer keramischen Paste aufgetragen werden, können das optische Erscheinungsbild von Solarmodulen in einer Vielzahl von Farben bei geringem Effizienzverlust und unter Beibehaltung der Kostenwettbewerbsfähigkeit verändern. Dies trägt dazu bei, die Gesamtkosten eines Solarsystems zu senken, indem die Kundenakquisitionskosten reduziert werden. Zusätzlich können farbige Solarmodule neue Anwendungen ermöglichen, zum Beispiel in denkmalgeschützten Gebäuden.

16.30 - 17.00 h

Füllstoffe - Unterschätzte Komponente in Fassadenfarben?!
Dr. Petra Fritzen // Imerys Minerals

Füllstoffe bieten ein breites Spektrum an Funktionalitäten. Diese ermöglichen Fassadenfarben die hohen Anforderungen an die Langzeitstabilität zu erfüllen und die Verarbeitbarkeit zu verbessern. So können die Rissneigung, sowie das Auftreten von Nadelstichen maßgeblich durch den Einsatz von Füllstoffen basierend auf Talk, Leucophyllit oder DE reduziert werden. Des Weiteren spielen vor allem lamellare Materialien eine entscheidende Rolle, wenn es um die Barrierewirkung geht. Speziell modifizierte Füllstoffe ermöglichen die Reduzierung der Dichte und damit die Gewichtsreduzierung des Gesamtsystems.

 

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