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Freitag, 23. August 2019

Warum der niedrige Ölpreis der Lackbranche nicht gut tut

Donnerstag, 04. August 2016 | Veröffentlicht von: Jan Gesthuizen, FARBE UND LACK

Der Ölpreis ist schon wieder auf einen Tiefstwert gesunken, in den USA liegt er derzeit bei unter 40 $ pro Barrel. Das sorgt für Entlastung in der Lackindustrie, schließlich werden Rohstoffe günstiger. Darauf ausruhen sollte sich die Branche hingegen nicht.

Schon im März warnte der VDL davor, den Effekt der niedrigen Ölpreise zu hoch zu bewerten. Über die gesamte Produktionskette vom Rohöl bis zum fertigen Harz oder Lösemittel relativiere sich der Effekt doch stark, zudem basieren andere Rohstoffe wie etwa viele Pigmente oder Füllstoffe nicht auf Erdöl.

Der Ölpreis steigt auch wieder

Holz Nachwachsender Rohstoff

Ein potentieller Rohstoff der Erdöl ersetzen könnte: Das gute alte Holz. (Foto: Gina Sanders, Fotolia)

Noch wichtiger ist allerdings, der Preis wird so nicht bleiben. Erdöl bleibt ein endlicher Rohstoff, der zu viel zu großen Teilen aus politisch instabilen Regionen stammt. Zwar zeichnet sich nicht ab, dass der Preis sehr bald wieder steigt, aber ewig bleiben wird das so nicht. Ein Preissprung in den nächsten ein oder zwei Jahren ist wohl kaum zu erwarten, wer behauptet in 5 oder 10 Jahren sähe das noch genauso aus, begibt sich jedoch unweigerlich in das Reich der Hellseherei.

Zu unübersichtlich ist etwa die sicherheitspolitische Lage im Nahen Osten. Zudem wird auch die hiesige Politik langfristig nicht umhin kommen, den Verbrauch fossiler Rohstoffe auch außerhalb des Stromsektors stärker einzudämmen, zumindest dann, wenn das Klimaabkommen von Paris irgendwann einmal ernst genommen werden soll. Ob das dann ordnungspolitisch oder (wahrscheinlicher) über Preisanreize wie ein reformiertes Emissionszertifikatsystem passieren wird, sei dahingestellt.

Heute lernen, morgen profitieren

Auszahlen wird sich dies dann für diejenigen, die schon heute ihre Erfahrungen mit nachwachsenden Rohstoffen gemacht haben. Noch mag das nur Nischenmarkt für umweltbewusste Premiumkunden sein, wie es etwa Solaranlagen vor 10 Jahren waren. Genauso wie diese nun ein Produkt für den ganz normalen Massenmarkt geworden sind, werden das auch Farben und Lacke ohne fossile Rohstoffe irgendwann sein.

Der Blick hinüber zur Energiebranche zeigt übrigens auch, was mit Unternehmen passiert, die sich zu sehr auf dem fossilen Geschäft ausgeruht haben. Ob RWE, E.on oder EnBW, die Konzerne sind nur noch ein Schatten ihrer selbst.

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