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Freitag, 23. August 2019

Von der Cashewnuss zum Lack: Was die Natur uns an Rohstoffen alles bietet

Dienstag, 15. Oktober 2013 | Veröffentlicht von: Yvonne Hönemann, European Coatings Journal

Aus Cashewnüssen Lack herstellen? Ich habe selbst gestaunt, als ich den Artikel der indischen Forscher vom Institute of Chemical Technology in Mumbai gelesen habe. Doch welche Besonderheit hat die Cashewnuss, dass man sie in der Lackindustrie einsetzen kann?

CNSL. Cashew Nut Shell Liquid. So nennt sich die dunkelbraun gefärbte viskose Flüssigkeit, die aus der Schale der Cashewnuss gewonnen wird. Ein Blick auf ihre chemische Struktur zeigt, dass sie der perfekte Ausgangsort für Polymerreaktionen ist. Dies verdankt sie sowohl ihrer reaktiven Phenol-Struktur als auch ihrer meta-substituierten ungesättigten aliphatischen Kette. CNSL, auch unter dem Namen "Cardol" bekannt, ist das Startmaterial für zahlreiche Harze, z.B. Polyester, Phenolharze, Epoxidharze, Polyurethane, Acrylate oder Alkydharze.

Ein Schutzmantel in Form von Additiven  

Die giftige Flüssigkeit ist nicht nur für die Lackindustrie interessant, sondern auch in der Automobilindustrie, im Speziellen bei Bremsbelägen. CNSL wirkt wie eine Art Schutzmantel, der sich um den Rohstoff legt und ihm eine jahrelange Haltbarkeit garantiert.

In der Lackindustrie wird die viskose Flüssigkeit in Form von Additiven eingesetzt, insbesondere als Dispergiermittel in wässrigen Pigmentpasten, für wässrige Beschichtungsstoffe und Druckfarben sowie Verfahren zu deren Herstellung.

CNSL hat Zukunft

Ich finde es faszinierend, dass solch eine kleine Cashewnuss einen bedeutenden Beitrag für die Lackindustrie liefern kann. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass CNSL in Zukunft noch bekannter wird, denn nachwachsende Rohstoffe werden zunehmend den Markt erobern. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass man bald noch mehr von der Cashewnuss als Lacklieferant lesen wird.

Mehr zu dieser Studie lesen Sie hier:

http://link.springer.com/article/10.1007/s11998-013-9521-3

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