Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home  > Publikationen  > Blog  > Unsicherheit bei Bioziden für Topfkonservi...

Dienstag, 20. Oktober 2020

Unsicherheit bei Bioziden für Topfkonservierung

Donnerstag, 12. Januar 2017 | Veröffentlicht von: Kirsten Wrede, FARBE UND LACK

Im Austausch mit Experten der nationalen und europäischen Lackindustrie wird gerade eins deutlich: Das Thema "Biozide für die Topfkonservierung" brennt der Branche auf den Nägeln.

Die CEPE beschäftigt sich aktuell insbesondere mit zwei regulatorischen Fragestellungen: die von den französischen Behörden vorgeschlagene Einstufung von Titandioxid als wahrscheinlich karzinogen und Biozide für Topfkonservierung.

Die meisten Wandfarben seien heute wasserbasiert, als Reaktion auf die europäische VOC-Regulierung. Biozide Konservierungsmittel seien notwendig, um diese Farben zu schützen. Mit Besorgnis werde beobachtet, dass die Biozidprodukteverordnung diese effektiven Instrumente schrittweise abbaue, ohne deren Vorteile und mögliche Auswirkungen auf die Wirtschaft zu berücksichtigen.

Um was handelt es sich eigentlich bei der Verordnung?

"Die Verordnung über Biozidprodukte (BPR, Verordnung (EU) Nr. 528/2012) regelt das Inverkehrbringen und die Verwendung von Biozidprodukten, die aufgrund der Aktivität der in ihnen enthaltenen Wirkstoffe zum Schutz von Mensch, Tier, Material oder Erzeugnissen vor Schadorganismen, wie Schädlingen oder Bakterien, eingesetzt werden."

Viele weitere Informationen finden Sie hier.

Auch auf der jüngsten FARBE UND LACK Konferenz "Beschichtungen und Bauchemie” mit Schwerpunkt neue Funktionen für Fassadenfarben und Putze war dies ein Thema.

Immer wiederkehrendes Thema während der gesamten Veranstaltung war der biologische Befall und die vor Befall durch Mikroorganismen schützende biozide Ausrüstung wässriger Beschichtungen per Topfkonservierung.

VdL, Deutsche Bauchemie, und IVK hatten erst kürzlich in ihrem gemeinsamen Positionspapier betont, dass es im Sinne des Arbeits- und Verbraucherschutzes dringend erforderlich sei, die Konservierung von umwelt- und gesundheitsfreundlichen Produkten ganzheitlich zu betrachten. Es bestehe die akute Gefahr, dass durch die isolierte Betrachtung einzelner Wirkstoffe nach und nach alle in Frage kommenden Konservierungsmittel soweit in ihrem Einsatz limitiert würden, dass keine effektive Konservierung wasserbasierter Produkte mehr möglich sein werde.

Dass das Thema Befall der Branche auf den Nägeln brennt, spiegelte sich auch in der anonymen Umfrage wider, bei der die Teilnehmer zu Beginn der Konferenz Fragen ans Auditorium beantworteten. Die Frage "Welche Funktion spielt bei Ihrer täglichen Arbeit die wichtigste Rolle?" beantworteten 24% der Teilnehmer mit "Prävention von Befall".

Eine weitere interessante Erkenntnis: Danach gefragt, welcher Trend/Hype als kritisch angesehen wird, entfiel der größte Anteil der Stimmen (35%) auf biozidfreie Systeme.

Zwar sind die Ergebnisse der Umfragen nicht repräsentativ, doch zeigen Sie, dass innerhalb der Branche eine große Unsicherheit herrscht und viel Informationsbedarf besteht. Wie stehen Sie zum Thema Biozide für die Topfkonservierung – erfüllt es Sie ebenfalls mit Sorge, meinen Sie, dass Alternativen für die von Beschränkung bedrohten Rohstoffe bereits verfügbar sind oder kurzfristig entwickelt werden können? Ich freue mich auf Ihre Reaktion.  

Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren