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Sonntag, 25. August 2019

Schwächelnde Marktentwicklungen in Schwellenländern: Krise im Paradies?

Donnerstag, 08. Oktober 2015 | Veröffentlicht von: Damir Gagro, FARBE UND LACK

Die Schwellenländer liefern nicht mehr wie gewohnt paradiesische Wachstumsraten ab. Neu ist das nicht. Die Spatzen haben es schon länger von den Dächern gepfiffen. Fast alle der BRIC-Staaten schwächeln. Zuletzt auch der chinesische Markt. In dieser Woche ereilten die Branche gleich zwei Paukenschläge, die in Verbindung mit den Entwicklungen in den Schwellenländern stehen – zumindest teilweise. Henkel will in der Klebstoffsparte weltweit 1.200 Stellen streichen und die Chefin des US-Chemiekonzerns DuPont, Ellen Kullman, tritt zurück.

Schwächere Wirtschaftsdaten bereiten schon seit Monaten Sorgen um eine deutliche Abkühlung der Konjunktur in China. Die Regierung hatte für 2015 ein Wachstum von 7 % angestrebt, dies sei laut dem Handelsblatt, der kleinste Zuwachs seit 25 Jahren. Da das Klebstoffgeschäft sehr konjunkturabhängig sei – und knapp die Hälfte des Konzernumsatzes von Henkel ausmacht – soll der Stellenabbau zum ersten Quartal 2016 abgeschlossen sein. Die Sparte beschäftigt rund 27.000 Menschen weltweit. Etwa 100 Stellen in Deutschland sind wohl ebenfalls betroffen. Henkel-Chef Kasper Rorsted hatte im August eingeräumt, die Entwicklung der Sparte liege "unter unseren Erwartungen".  

Prognosen immer kurzlebiger

Zeitgleich zum Rücktritt von Ellen Kullman als Chefin des US-Konzerns DuPont, senkte das Unternehmen die Gewinnprognose. Grund sei vor allem die Dollar-Stärke, die Auslandserlöse bei Umrechnung in die US-Währung schmälert. Laut "Handelsblatt" und "Manager Magazin" geriet Kullman unter Druck, Finanzinvestoren forderten kräftige Kostensenkungen und eine Aufspaltung des Konzerns. Die schwächelnden Wachstumsregionen nun als Grund herauszustellen, wäre sicherlich nicht richtig. Aber einen Beitrag haben diese Entwicklungen dahingehend geleistet, dass die Gewinnprognosen nicht eingehalten werden konnten.

Es kristallisiert sich aber immer stärker heraus, dass Marktprognosen generell nur noch für kürzere Perioden Gültigkeit haben – wenn überhaupt. Das Marktumfeld unterliegt einem Wandel. Auf der diesjährigen CEPE Konferenz im polnischen Krakau in der letzten Woche haben die Referenten einen trüben Ausblick in die Zukunft gegeben. Die Stimmung unter den Lackherstellern, hinsichtlich der anstehenden Herausforderungen diesbezüglich, blieb optimistisch.    

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