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Donnerstag, 12. Dezember 2019

REACH: Belastungen in der dritten Phase steigen für KMU an

Dienstag, 06. August 2013 | Veröffentlicht von: Damir Gagro, FARBE UND LACK

Zwei  Phasen sind durchgestanden, eine weitere liegt noch vor der Farben- und Lackbranche. Die Rede ist von REACH. Bis Mai 2018 müssen in der dritten und letzten Phase der REACH-Registrierung alle Stoffe mit einer Jahresproduktion zwischen einer und zehn Tonnen von Herstellern oder Importeuren registriert werden. Kleine und mittlere Unternehmen bringen meist Chemikalien in kleineren Mengen in den Verkehr. Es ist zu erwarten, dass die Belastungen für KMU in dieser dritten Phase daher noch weiter ansteigen werden.

Die Datensammlung selber sei aufwändig und teuer. Die Erstellung eines Registrierungsdossiers würde laut Michael Lulei, Leiter des Bereichs Produktsicherheit im Verband der Chemischen Industrie (VCI), unabhängig von der Größe des Unternehmens, zwischen 50.000 bis 100.000 EUR kosten. Rund ein Fünftel der Unternehmen käme auf Gesamtkosten von einer viertel Million Euro für die Registrierung von Chemikalien.

Zwar hatte die EU-Kommission auf die Sorgen von KMU mit einer Senkung der Gebühren für diese Unternehmen im Rahmen der REACH-Verordnung reagiert, Rabatte für KMU hatte es bereits zuvor gegeben. Ein mittleres Unternehmen erhält beispielsweise eine Vergünstigung von 35 % (vorher 30 %) für die Registrierung eines Stoffes, ein kleines Unternehmen erhält 65 % Vergünstigung (vorher 60 %). Ein Kleinstunternehmen erhält sogar einen Nachlass von 95 % (zuvor 90 %). Unternehmen, die mehr als 249 Mitarbeiter beschäftigen, gelten nicht mehr als KMU und müssen die Standardgebühren zahlen.

Aber kommen die Gebührensenkungen bei den deutschen mittelständischen Chemieunternehmen überhaupt zum Tragen? Denn ein weiteres Problem ergibt sich insbesondere für Deutschland aus der Definition für KMU. Dies geht ebenfalls aus der Analyse zu REACH hervor. In Deutschland gilt ein Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitern als mittelständisch (Mittelstandsdefinition vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn). Klassische inhabergeführte, nicht an der Börse notierte Unternehmen mit 250 bis 499 Mitarbeitern würden laut EU-Definition jedoch nicht mehr unter KMU fallen, obwohl deren wirtschaftliche und organisatorische Rahmenbedingungen bei der Durchführung der REACH-Verordnung sehr ähnlich sind.

Die KMU würden wesentlich stärker von vereinfachten Verfahren zur REACH-Registrierung profitieren, anstatt ausschließlich von den zugesicherten Rabatten.

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