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Mittwoch, 21. August 2019

Normen, Tests und Wirklichkeit

Dienstag, 12. Februar 2013 | Veröffentlicht von: Sonja Schulte, FARBE UND LACK

Messen und prüfen gehören zum Tagesgeschäft eines jeden Lackherstellers. Kunden haben Ansprüche und Anforderungen, die erfüllt sein wollen. Doch spiegelt wirklich jeder Test die Wirklichkeit wider?

Letzte Woche hab ich am Waterborne Sympossium in New Orleans, USA teilgenommen. Der Keynote-Vortrag wurde Dr. Mike O´Donoghue von AkzoNobel gehalten. Dabei ging es um Testmethoden und deren Aussagekraft.  Er präsentierte an vielen Beispielen, dass manche Normen für das "Bestehen" eines Tests doch wirklich hinterfragt werden sollten, da sie in keiner Weise die notwendige Leistungsfähigkeit bestimmter Lacksysteme widerspiegeln. Das kam mir alles ziemlich bekannt vor. Bei verschiedenen Tagungen und Konferenzen habe ich schon viele Gespräche miterlebt wo beispielsweise über die Sinnhaftigkeit von bestimmten Korrosionsschutzprüfungen heftig diskutiert wurde. Besonders der Salzsprühtest kam dabei nicht gut weg.

Dialog mit Kunden suchen

Aber die Lackhersteller stecken  in einer echten Bredouille. Die Kunden verlangen bestimmte Tests, unabhängig davon ob diese Tests wirklich aussagekräftig sind hinsichtlich bestimmter Eigenschaften. Mike O`Donnoghue  forderte in New Orleans alle Teilnehmer auf Normen und Tests zu hinterfragen. Was sagen gemessene Daten tatsächlich über die Leistungsfähigkeit aus? Er forderte außerdem, dass die Lackhersteller stärker in den Dialog mit ihren Kunden gehen sollten, um genau herauszufinden, welche Eigenschaften und Leistungsfähigkeit sie von dem Lacksystem erwarten. Darüber hinaus sollte nach Meinung von O`Donoghue mehr Energie darauf verwendet werden, dem Kunden zu erklären, dass bestimmte Testergebnisse nichts über die Leistungsfähigkeit eines Lacksystems  bei bestimmten Bedingungen in der Realität aussagen. Alle gut und schön, dachte ich bei mir, aber werden die Kunden das glauben?

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