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Freitag, 23. August 2019

Kombi-Verpackungen etikettieren, alles klar?

Donnerstag, 30. September 2010 | Veröffentlicht von: Damir Gagro, FARBE UND LACK

Es ist ja nun allseits bekannt, dass im Windschatten von REACH ein weiteres Gesetzeswerk in Kraft getreten ist, welches der chemischen Industrie noch einiges abverlangen wird: die CLP-Verordnung, auch landläufig EU-GHS genannt. CLP steht für "Classification, Labelling and Packaging". Die Verordnung regelt somit Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen neu. Ab Dezember 2010 werden wir uns mit den neuen Symbolen anfreunden müssen, da sie nach und nach auf den Verpackungen erscheinen werden. Der fachlich gebildete Leser wird sich fragen, was dies mit Kombi-Verpackungen zu tun hat.

Schließlich ist deren Etikettierung durch die Transportvorschriften geregelt. Das würde stimmen, wenn da nicht Artikel 33 der CLP-Verordnung wäre! Bei Einzelverpackungen, wie z.B. einem Fass, werden Gefahrgut- und Gefahrstofflabels nebeneinander aufzubringen sein. Lediglich dann, wenn die Einstufung nach Gefahrgutrecht und Gefahrstoffrecht zu einem Symbol gleicher Bedeutung führt, reicht das Gefahrgutpiktogramm aus. Eine Kombi-Verpackung, die ein Gefahrgut und zugleich einen Gefahrstoff enthält, muss in jedem Fall nach Gefahrgutrecht etikettiert werden. Auch hier darf zusätzlich nach CLP-Verordnung gelabelt werden. Das kann man nur empfehlen, um keine "Überraschungs-Eier" zu verschicken. Ehrlichkeit erzwingt auch der Absatz (2) des Artikels 33. Hier wird die CLP-Etikettierung für solche Kombi-Verpackungen gefordert, die nicht den Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter unterliegen, wie es in dem Text so schön heißt. Und dies gilt sowohl für die Außenverpackung als auch für die Innenver-packungen und (!) alle Zwischenverpackungen. Wenn nun sechs 1L-Dosen nicht transportrelevanter Materialen in Kartons verpackt werden und vier derartige Kartons in einem größeren Packstück, wird ein gehöriger Satz an CLP-Etiketten verklebt werden. Welche Anforderungen an die Verpacker letztendlich gestellt werden, wenn unterschiedlich gekennzeichnete Materialien gemeinsam versendet werden sollen, kann sich jeder selbst ausmalen. Na denn, ich wünsche allen Verpackern ein gutes Gelingen. 

Dr. Gerd-Uwe Spiegel, Vorsitzender des Arbeitskreises Produktsicherheit des VdL e.V.

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