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Samstag, 24. August 2019

Können Roboter ihren Job machen?

Freitag, 11. November 2016 | Veröffentlicht von: Jan Gesthuizen, FARBE UND LACK

Stehen Sie kurz vor der Rente oder haben Sie noch mehr als ein Jahrzehnt in der Lackbranche zu arbeiten? Sollten Sie zu der ersten Gruppe gehören, brauchen Sie nicht weiterlesen. Allen anderen möchte ich die Frage stellen, ist Ihr Job sicher oder wird ihn bald ein Computer machen?

Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten, auch in der Lackindustrie

Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten, auch in der Lackindustrie. (Foto: learchitecto - Fotolia.com)

Ich bin mir sicher, mein Beruf ist nicht automatisierbar. Ihrer wahrscheinlich schon, zumindest zu einem großen Teil. Das habe ich mir nicht ausgedacht, um Sie zu ärgern. Im Rahmen der ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit" hat die ARD eine Webseite online gestellt, auf der Sie überprüfen können, ob und wie stark Ihr Beruf automatisierbar ist.

Wer braucht noch Lacklaboranten?

Dieser Job-Futuromat ist natürlich nicht perfekt, die Ergebnisse sind nur eine grobe Näherung. Die Ergebnisse sind aber dennoch höchst interessant und können zum Nachdenken anregen. Die Tätigkeiten eines Lacklaboranten seien nach derzeitigem Stand der Technik z.B. um sagenhafte 80 % automatisierbar.

Nun sind Sie vielleicht kein Laborant, Sie sind bestimmt auf einer anderen Hierarchieebene. Vielleicht arbeiten Sie ja als Lackingenieur. Aber auch dieser Job ist noch immer zu etwa 45 % automatisierbar. Auf gut Deutsch: Auch hier könnte jeder fast jeder zweite Job durch eine Maschine ersetzt werden. Und das auch nur nach heutigem Stand der Technik. Da ist also noch Luft nach oben.

Hinter dem Job-Futurmat stehen Tätigkeitsbeschreibungen von fast 4.000 Berufen der Bundesagentur für Arbeit. Diese wurden vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung auf ihre Automatisierbarkeit hin bewertet und über die Bewertungen kann man sich natürlich streiten. Beim ersten Überfliegen der Tätigkeiten, die als nicht automatisierbar gelten, habe ich schon die eine oder andere gefunden, die durchaus von einer Maschine erledigt werden kann. Daher tendiere ich dazu, die Datenbank im Gesamten sogar noch als konservative Schätzung zu bewerten. 

Nicht nur Angst haben!

Nun würde ich nicht raten wollen vor der Automatisierung nur Angst haben. In meiner Brust schlägt zwar das Herz eines Gewerkschaftlers und ich frage mich natürlich, droht uns in Massenarbeitslosigkeit? Dennoch gibt es auch große Potenziale und Chancen. Zum einen können Maschinen bestimmte Tätigkeiten einfach besser ausführen als wir Menschen. Das ist nicht neu und war schon immer so. Bisher hat dies in der Regel zu günstigeren oder qualitativ hochwertigeren Produkten geführt. Dank moderner Technologie erweitert sich dieses Feld nun eben auch auf einige komplexere Arbeiten.

Das setzt Ressourcen frei, die durchaus sinnvoll eingesetzt werden können. Unternehmen, die die Industrie 4.0 nicht als reines Sparprogramm begreifen, um Mitarbeiter zu entlassen, bietet sich die Chance in Punkto Innovationskraft und Flexibilität deutlich auftrumpfen.

Wenn Sie schon praktische Erfahrungen mit der Industrie 4.0 gesammelt haben, freuen wir uns übrigens über ihre Erfahrungsberichte. So gut die ARD auch zu diesem Thema gearbeitet hat, wir möchten die Industrie 4.0 gerne so nah an der Lackbranche bearbeiten, wie möglich.

Sehenswert ist übrigens auch die Dokumentation zur Zukunft der Arbeit, die die ARD zu diesem Thema ausgestrahlt hat:

 
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