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Freitag, 23. August 2019

Innovationen im Tagesgeschäft: Mission impossible!

Donnerstag, 04. Dezember 2014 | Veröffentlicht von: Sonja Schulte, FARBE UND LACK

In der Redaktion haben wir soeben das Programm für den EC CONGRESS fertig gestellt. Europas größter Lacktechnologie Kongress bietet 144 Vorträge zu neuesten Technologien und Entwicklungen, die dem Lackhersteller Handwerkszeug für Innovationen und Weiterentwicklung seiner Produkte liefern. Zu oft funkt aber das Alltagsgeschäft (Anfragen, Troubelshouting etc.) zwischen die Forschungs- und Entwicklungsarbeit, sodass manche Innovationsidee einfach auf der Strecke bleibt. Ich frage mich, ob das auf Dauer die Wettbewerbsfähigkeit der deutschsprachigen Lackindustrie gefährdet und plädiere dafür mehr Zeit und Geld in F&E zu investieren.

Dass der Wettbewerb härter und härter wird ist nichts Neues. Besonders die Konkurrenz aus Asien macht einigen Angst. Andere sind der festen Überzeugung, dass Westeuropa im Lackgeschäft immer noch Technologieführer ist. Diese Führung kann leicht verloren gehen. Kürzlich wurde folgendes im Handelsblatt berichtet:
"…..Im vergangenen Jahr wurden Waren für knapp 2 200 Mrd. Dollar (einschließlich Pharma) von den Chemieunternehmen der Welt produziert. Deutsche halten bei einem Umsatz von knapp 162 Mrd. Dollar einen Weltmarktanteil von 7,4 Prozent – und sind gerade von China überholt worden…."
Auch bei den weltweiten Patentanmeldungen liegen asiatische Länder wie China, Japan, Südkorea deutlich vor Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern.Stellt sich die Frage, ob "wir" tatsächlich noch Technolgieführer sind.

Axt schärfen!
Produktlebenszyklen werden immer kürzer, sodass man schnell sein muss mit neuen innovativen Produkten am Markt. Ich denke, dass das auch für die Lackindustrie gilt. Die Lackindustrie kommt nicht umhin einen vernünftigen Anteil vom Umsatz für Forschung und Entwicklung auszugeben und auch ihrem Personal Kapazitäten für Innovation zur Verfügung zu stellen. Bei vielen mittelständischen Lackherstellern ist die F&E-Abteilung nicht hauptsächlich für Forschung und Entwicklung zuständig, sondern auch für Qualitätssicherung, Anwendungstechnik, Troubelshooting beim Kunden usw.. Für echte Innovationen fehlt oft die Zeit, die man brauchte, um neben der eigentlichen Laborarbeit noch intensive Recherche, Konferenzbesuche, Workshops  und den berühmten Blick über den Tellerrand zu werfen. Dabei könnte diese Zeitinvestition am Ende den ganzen Prozess der Innovation möglicherweise beschleunigen.

Ich denke dabei immer an die Geschichte mit dem Holzfäller: Ein Spaziergänger sieht einen Holzfäller, der einen riesigen Haufen Holz hackt. Das geht ziemlich langsam, weil seine Axt stumpf ist. Der Spaziergänger fragt den Mann, warum er denn nicht zuerst die Axt schärft. Der Holzfäller deutet auf den Holzhaufen, der noch vor ihm liegt und antwortet: "Das ist doch klar – sehen Sie das nicht? Keine Zeit!”

Ich meine, Zeit zur rechten Zeit investiert – z.B. in den Besuch des EC CONGRESS, kann den entscheidenden Impuls für die nächste Innovation geben.

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