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Sonntag, 18. August 2019

Holz? Metall? Warum nicht Haut beschichten?

Dienstag, 05. Juli 2016 | Veröffentlicht von: Jan Gesthuizen, FARBE UND LACK

Die Idee künstliche Haut einfach auf Wunden aufzusprühen geistert schon seit einiger Zeit in der Welt herum. Zuerst in Science-Fiction Romanen, später aber auch in echten wissenschaftlichen Arbeiten.

Second Skin

Die zweite Haut wird wie eine Creme in zwei Schritten aufgetragen.

Ich bin vor Kurzem auf eine "zweite Haut" gestoßen, die am MIT in den USA entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein Gel, das aus einem Siloxanpolymer besteht und auf die Haut aufgetragen wird. Anschließend geben die Forscher ein zweites Gel mit einem Platinkatalysator auf die Haut, das die Vernetzungsreaktion einleitet.

Das interessante an dieser zweiten Haut ist, das sie tatsächlich nahezu unsichtbar ist, man muss schon sehr genau und im richtigen Winkel auf die Haut sehen, um die künstliche Haut zu erahnen. Außerdem überzeugen die mechanischen Eigenschaften, so kann das Polymer um 250% gestreckt werden, bevor es reißt (menschliche Haut: 180%).

Die mechanischen Eigenschaften sorgen einerseits für die nötige Alltagstauglichkeit, bieten aber auch kosmetische Vorteile. So illustriert das verlinkte Video zum Beispiel, wie sich mit dem Polymer falten reduzieren lassen.

Außerdem soll die Folie sich positiv auf den Wasserhaushalt der Haut auswirken. In Tests mit Versuchspatienten, die unter trockener Haut leiden, konnte der Wasserverlust der Haut durch die zweite Haut stärker reduziert werden, als mit einer Feuchtigkeitscreme. Auch nicht-kosmetische Anwendungen haben die Forscher im Blick. Dazu könnten etwa antibakterielle Stoffe oder Medikamente in die zweite Haut eingebunden werden.

Beschichtung Haut Video
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