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Sonntag, 20. Oktober 2019

Geld stinkt nicht - aber der Fisch stinkt vom Kopf her

Donnerstag, 21. April 2011 | Veröffentlicht von: Meike Klemm, Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.

"Gerüche werden nicht einfach von den Riechzellen in der Nase registriert. Vielmehr gibt deren Erregung nur den Startschuss für eine komplizierte Verarbeitung der Sinnesdaten in den neuronalen Netzwerken des Riechsystems. Dabei extrahiert das Gehirn die wichtigsten Informationen aus einer Flut von eingehenden Signalen, bewertet sie und setzt sie in Beziehung zu bisherigen Erfahrungen …" schreibt Neurobiologe Jörn Niessing vom Friedrich-Miescher-Institut in Basel in Spektrumdigital. "So beruht die Johannisbeernote eines guten Rotweins auf einer stark verdünnten Substanz namens Mercaptomethylpentanon. In hohen Konzentrationen riecht die Chemikalie jedoch nach - Katzenurin." Es ist anscheinend intern eine beschlossene Sache, dass der Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten (AgBB) die sensorische Prüfung von Bauprodukten in das Bewertungsschema aufnimmt.

Der AgBB arbeitet zurzeit an der Ausgestaltung der Prüfvorschrift. Diese soll sich im Wesentlichen an der ISO 16000-28 orientieren. Es bestehen aber bislang zwischen den Kammerprüfungen gemäß AgBB und der ISO 16000-28 Inkonsistenzen. Es scheint weiterhin so zu sein, dass auch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) bereits dahin tendiert, zu gegebener Zeit die optionale AgBB-Sensorik-Prüfung zum Pflichtprogramm der DIBt-Zulassungsgrundsätze für Innenräume zu machen. Wenn die Geruchsintensität und die Geruchsempfindung Pflichtprüfungen werden, kann man sich nur frei nach dem chinesischen Philosophen Tschuang-Tse an den Kopf fassen: So kommt das Auge durch Scharfsinnigkeit in Gefahr, die Nase durch Feinsinnigkeit in Gefahr, die Seele kommt durch Begierden in Gefahr: Jede Fähigkeit kommt dadurch in Gefahr, dass man sie zu übertreiben sucht.

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Dieser Eintrag wurde verfasst von: Meike Klemm, Referentin für Technische Gesetzgebung im VdL e.V.

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