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Samstag, 14. Dezember 2019

Fortschritte bei umweltfreundlichen Klebstoffen

Donnerstag, 25. August 2016 | Veröffentlicht von: Kirsten Wrede, FARBE UND LACK

Wie weit sind die Unternehmen eigentlich bei der Entwicklung umweltfreundlicher Klebstoffe? Diese Frage stelle sich mir, nachdem ich ein Interview mit einem großen Rohstofflieferanten für Klebstoffe geführt habe.

Es gebe einen Trend hin zu umweltfreundlichen Lösungen, heißt es bei Wacker. Als eine Antwort darauf würden z.B. Dispersionen entwickelt, die Bindemittel mit sehr niedrigem Formaldehydgehalt für Papier, Verpackungsmaterial oder Holzklebstoff ermöglichten.

Ferner gehörten Silan-modifierte Polymere zu den wichtigsten Trends in der Klebstofftechnologie. Neben Vorteilen bei der Performance bieten sie sich dem Unternehmen zufolge als Alternative zu lösemittel-basierten Systemen an, die bei vielen Anwendungen mittlerweile tabu seien. In der Parkettindustrie sind die sogenannten SMP-basierten Klebstoffe das Material der Wahl für Hochleistungs-Klebstoffe.

Der Industrieverband Klebstoffe (IVK) äußert sich auf seiner Website wie folgt zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt:
"Die gesellschaftlich und politisch forcierte Diskussion der Nachhaltigkeit ist derzeit ohne Zweifel eines der Top-Themen, welches für die Klebstoffindustrie aus verschiedenen Gründen wichtig ist und daher auch intensiv begleitet wird. Für die Klebstoffindustrie werden sich Opportunitäten und wichtige Marktpotenziale erschließen, wenn im Zuge der Nachhaltigkeitsdiskussion hochenergetische Fügeverfahren wie z.B. das Schweißen oder das Löten kritisch hinterfragt und nötigenfalls auch ersetzt werden müssen. Technologisch betrachtet ist die moderne, berechenbare und zuverlässige Klebtechnik heute durchaus in der Lage, herkömmliche und energiekonsumierende Fügetechniken abzulösen."

Auch wir von FARBE UND LACK haben immer wieder über umweltfreundliche Klebstoffentwicklungen berichtet. Zwei interessante Beispiele der letzten Jahre:

Fraunhofer CBP: "Aromatische Verbindungen aus Lignin könnten bei der Herstellung von Klebstoffen oder Lacken erdölbasierte Substanzen ersetzen. Allerdings lassen sich die Aromaten in einer verwertbaren Form bislang sehr schwer aus dem Lignin herauslösen. Forscher entwickeln ein neues Verfahren, um die begehrten Substanzen leichter zugänglich zu machen."

http://www.farbeundlack.de/Wissenschaft-Technik/Rohstoffe/Umweltfreundliche-Klebstoffe-kommen-ohne-Erdoel-aus/(language)/ger-DE

Universität Jena: "Neuer Klebstoff auf Basis von Kartoffelstärke entwickelt  - verknüpft mit Fettsäuren kann man aus der Kartoffelstärke schmelzbaren, transparenten Klebstoff gewinnen, dem photosensible Farbstoffe beigemischt werden können."

http://www.farbeundlack.de/Kurznachrichten/Neuer-Klebstoff-auf-Basis-von-Kartoffelstaerke-entwickelt/(language)/ger-DE

Vielversprechend, wenngleich nicht ganz neu, auch die Meldung über einen kompostierbaren Klebstoff auf Wasserbasis:

https://www.dispersions-pigments.basf.com/portal/basf/ide/dt.jsp?setCursor=1_556487_615966

Biologisch abbaubare Klebstoffe würden in Zukunft bei der Entwicklung kompostierbarer Verpackungsmaterialien eine entscheidende Rolle spielen, heißt es aus der BASF-Marketing-Abteilung.

Doch ist dies tatsächlich so? Meldungen über neue umweltfreundliche Klebstoffe erreichen uns nicht jeden Tag. Ich würde daher gern einmal Ihre Einschätzung hören: Wie weit sind Angebot und Nachfrage bereits fortgeschritten? Schreiben Sie mir an: kirsten.wrede@vincentz.net. Ich freue mich auf Ihre Meinung!

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