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Samstag, 24. August 2019

Eines für alle – Bewertungsschemata für Emissionen

Dienstag, 25. Juni 2013 | Veröffentlicht von: Aline Rommert, Referentin Techn. Gesetzgebung

Mit dem belgischen Entwurf zum "Königlichen Erlass zur Festlegung der Grenzwerte für die Emissionen in den Innenraum von Bauprodukten für bestimmte beabsichtigte Nutzungsarten" wird bereits die dritte nationale Verordnung zu Emissionen aus Bauprodukten in einem europäischen Land auf den Weg gebracht.

In Deutschland gibt es die bereits notifizierten Grundsätze des DIBt, welches das AgBB Schema als Bewertungsgrundlage nutzt und in Frankreich greift die französische VOC-Verordnung A+ (Émissions dans l‘air intérieur), die sich an der europäischen Bauproduktenverordnung orientiert und Fußbodenbeläge, Farben und Lacke, Fenster und Türen und Wand- und Deckenverkleidungen regelt. Der belgische Erlass erfasst bisher nur Bodenbeläge, Verlegeklebstoffe, Bodenbeschichtungen und Imprägnierungen, plant aber eine Aufnahme von Wandbeschichtungen. Die Grundlage der belgischen Verordnung ist die Europäische Bauproduktenverordnung.
Anders als beim deutschen Zulassungsverfahren handelt es sich bei den französischen Vorgaben um Herstellerangaben, d.h. die Richtigkeit der Angaben hat der Hersteller zu verantworten. Die Deklaration der Einhaltung der belgischen Verordnung erfolgt ebenfalls durch die Hersteller, die ein Produktemissionsgutachten hinsichtlich der Einhaltung der Grenzwerte vorlegen müssen.
Durch diese unterschiedlichen Regelungen und das bisherige Fehlen einer genormten Prüfmethode kann es in der Praxis dazu kommen, dass Prüfungen komplett wiederholt werden müssen für die Zulassung in einem anderen Mitgliedstaat, weil die Voraussetzungen (z.B. auf welchem Untergrund das Produkt getestet wird) und Anforderungen andere sind. Auch die Bewertung der Ergebnisse erfolgt in den einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedlich.
Eine Lösung zur Harmonisierung könnte die Anwendung einer europäisch genormten Prüfmethode –wie etwa in der DIN EN 16402 beschrieben – darstellen. Aktuell allerdings werden durch jede dieser unterschiedlichen nationalen Regelungen Kosten und bürokratischer Aufwand für Produkte am Bau nur potenziert.

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