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Samstag, 24. August 2019

Der Wert eines Massiv-Parkett- oder Holzbodens

Dienstag, 17. Juni 2014 | Veröffentlicht von: Lilo Sallinger, CTA Parkettschutz-Network Irsa Lackfabrik

Die Ziele der Ressourceneffizienz-Strategie der Bundesregierung, die vom Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium vorangetrieben werden, sind aus weniger Material mehr Wertschöpfung zu erzeugen und - fast nebenbei - weniger anfällig für Schwankungen in der Rohstoffverfügbarkeit zu werden. Wir brauchen in den Industrieländern mehr qualitatives neben quantitativem Wachstum, um Nachhaltigkeit mit Wachstum vereinbar zu machen. Im Klartext: wir müssen auch die Wegwerfgesellschaft hinter uns lassen. Das knappe Gut auf der Welt ist heute die ganze Vielfalt der Ressourcen.

Diesen Strategiewechsel kann man z.B. über die Einführung von lebenslanger Produktverantwortung und über die Beachtung der Preise bei Parkett unter Einbeziehung von mehrfacher Reparaturmöglichkeit und damit einer langen Lebensdauer, erreichen. Ressourceneffizienz rückt damit neben der gezielten Auswahl von Materialien auch  perfekte Verarbeitung von Materialien und die Menschen, die diese Techniken beherrschen (z.B. qualifizierte Parkettleger) in den Fokus. 

Stellt man Fertig-Bodenprodukten Massivparkett entgegen, so kann man davon ausgehen, dass Massivparkett über mehrere Generationen hinweg halten wird. Ein Massivholzboden hält je nach Konstruktion und Holzart wenigstens 50 Jahre.

Kosten- und Nutzen im Verhältnis zur Gesamtlebensdauer eines Bodens ergeben, dass die vermeintlich teureren handwerklich erstellten Boden-Produkte (z.B. Massivparkett), bei denen neben dem Einbauen auch das Schleifen, Kitten, Siegeln oder Ölen  zusätzlich geleistet und berechnet werden, letztendlich preiswerter sind, da sie mehrmals renoviert werden und daher Gewinner sein dürften in Bezug auf "Nachhaltigkeit" und "Ressourceneffizienz".

Man sollte nicht nur fragen "was kostet das", sondern auch "welchen Wert" hat das Produkt

Die Qualität eines Bodenbelags definiert sich also über seinen Anschaffungspreis hinaus. Nachhaltige, umweltfreundliche Produkte mit einer mehrmaligen Reparaturmöglichkeit und damit einer langen Lebensdauer ergeben einen "Wert" über einen Zahlenwert hinaus.

Neue Produkt-Entwicklungen, die sich nur auf Nachhaltigkeit stützen, können den Kunden nicht zufrieden stellen. Der Kunde erwartet außerdem Fortschritte bei den Funktionalitäten (Lebensdauer des Produkts, bauphysikalische Eigenschaften, umwelt- und gesundheitsschonende Inhaltsstoffe  sowie Umwelt schonende Prozesse und Chemikalien bei der Produktion von Versiegelungen, Ölen, Pflegemitteln) am besten gleichzeitig zu günstigeren Preisen. Auch sollten die Produkte "Boden" und "Oberflächenschutzmittel" mit fairen Methoden hergestellt werden, d.h. mit guten Löhnen und Rahmenbedingungen der Produktion für die Arbeiter. 

Die zukünftigen Aufgaben der Verbände und Interessensgemeinschaften der Industrie und des Handwerks werden sein, zu kommunizieren, was Handwerkskunst und -tradition und damit auch lange Werterhaltung eines Bodenproduktes bedeutet.

Überzeugende Vergleichswerte zu anderen Bodenbelägen sollten definiert werden, um den Verbraucher davon zu überzeugen, dass manuell erstellte, handwerklich überzeugende Holz- und Parkettböden einen einzigartigen Wert darstellen, was Nachhaltigkeit, Gestaltungsindividualität und Preis-Leistungs-Verhältnis angeht.

In Arbeit ist hierfür eine Checkliste "Investition Boden - was muss ich als Verbraucher bei der Beratung fragen".

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