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Montag, 19. August 2019

Das Stiefkind Europa

Freitag, 21. November 2014 | Veröffentlicht von: Sonja Specks, FARBE UND LACK

Märkte erschließen, Umsätze steigern, Gewinne maximieren. So funktioniert die Expansion. Und mittlerweile dreht sich alles darum, die asiatischen Märkte noch weiter zu beackern, in Südamerika Gewinn zu erzielen und in Europa? Nun meist ist die Antwort, dass hier das Geschäft gehalten werden muss. Ich frage mich, ob das reicht.

Reiner Preiskampf, um das Europageschäft zu halten?

Ich fand es gut zu hören, wenn es, wie bei meinem Gespräch mit Dr. Albert Rössler, Adlerwerk Lackfabrik, das Geschäft in Europa immer noch mehr ist, als nur Kundenbeglückung durch anwendungstechnische Problemlösung. Europa ist stark geworden durch Innovationen. Mehr als nur Problemlösungen. Clevere Ideen, die am Markt angenommen werden. Neue Produkte durch gemeinsame Gespräche, in Deutschland, in Österreich, in Frankreich und den anderen Ländern.

Wohin rückt der Fokus?

Der Nachteil an Innovationen ist, dass ein Erfolg nicht inklusive in der Entwicklung ist. Erst recht nicht der finanzielle Erfolg. Da ist der Preiskampf einfacher berechenbar. Oder auch die Geschäftsexpansion in die anderen Weltmärkte lässt sich besser vorhersagen. Innovationen kosten Geld, kosten Zeit und benötigen gutes Personal. Und genau hier lauert die Gefahr: Europa ist reich genug, hier lässt sich über Preise etwas einfacher Geld machen, als mit aufwändigen Neuerfindungen.
Und Geld mitnehmen kann eine europäische Firma auch in den ärmeren Gegenden der Welt: mit Produkten aus dem untersten Qualitätsregal. Die werfen auch hier noch Gewinne ab.

Preiskampf killt Innovation

Das produzierende Gewerbe muss in Europa sehr aufpassen, es sich auf dem Luxuslotterbett nicht zu sehr bequem zu machen. Dabei zuzusehen, wie die Firma Gelder woanders erwirtschaftet, in der Annahme andere Kulturen mit unseren Produkten glücklich machen zu können. Wenn wir hier die Innovationskultur vergessen und aufgeben, ist eine Umkehr der Marktstärken sehr wahrscheinlich. Denn wie das Glück der anderen Kulturen aussieht, bestimmen diese selbst, vermehrt auch mit eigenen Innovationen.

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