Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home  > Publikationen  > Blog  > Das Paradoxon der Hochtechnologie - Zurück...

Sonntag, 25. August 2019

Das Paradoxon der Hochtechnologie - Zurück in die Zukunft

Mittwoch, 24. November 2010 | Veröffentlicht von: Dr. Dietmar Eichstädt, Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wir dürfen die Zukunft der nachfolgenden Generationen nicht durch ungezügelten Konsum, unwiederbringliche Ausbeutung von Ressourcen oder unnötige Energieverschwendung zerstören. Viele Menschen sehen den einzigen Ausweg aus diesem Dilemma in einem freiwilligen Konsumverzicht und einer Absenkung des Lebensstandards. Dieser Weg mag für einige wenige Idealisten gangbar sein; er löst aber nicht die Probleme dieser Welt. Ein anderer Ansatz ist viel sinnvoller: die Nutzung der Erfahrung der Natur.

Die Natur hatte Milliarden Jahre Zeit, um geniale Lösungen für technische Fragestellungen wie beispielsweise die Fortbewegung, den Schutz des einzelnen Lebewesens oder die Energie-versorgung zu lösen. Das Verstehen der technischen Naturprinzipien und die Übertragung dieses Wissens auf technische Anwendungen und Innovationen wird Bionik genannt - ein Kunstwort, gebildet aus den Wörtern Biologie und Technik. Fortschrittliche Industrien wie die Lack- und Druckfarbenindustrie hierzulande nutzen bereits die Bionik, um neue Produkte mit innovativen Eigenschaften auf den Markt zu bringen. Am bekanntesten ist sicherlich der Lotuseffekt, der für Fassadenfarben genutzt wird. Aber auch die Haifischhaut dient als Vorbild für reibungsarme Oberflächen, die starken Strömungen ausgesetzt sind. Und das Eisbärenfell findet Nachahmung bei der Wärmedämmung. Für das weißeste Weiß benötigt ein südostasiatischer Käfer kein teures Titandioxid. Die meisten dieser bionischen Erkenntnisse basieren auf der Nanotechnologie. Und damit sind wir bei dem, was ich das "Paradoxon der Hochtechnologie" nenne: nur mit Hilfe der Hochtechnologie wird es gelingen, die Erkenntnisse und Erfolge der Natur für den Menschen nutzbar zu machen. Wenn dies gelingt, ist der entscheidende Schritt zu Nachhaltigkeit erfolgreich getan. Und dann ist Karl Valentin widerlegt, der einmal sagte: "Früher war auch die Zukunft viel besser."

Dr. Dietmar Eichstädt, Hauptgeschäftsführer im VdL e.V.

Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren