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Freitag, 23. August 2019

Bye-Bye Britain

Freitag, 24. Juni 2016 | Veröffentlicht von: Vanessa Bauersachs, FARBE UND LACK

Großbritannien hat "No" zur Europäischen Union gesagt. Ein Ergebnis, dass ich weder erwartet noch erhofft habe – wobei ich sicherlich die Meinung vieler Europäer teile. Schon seit Wochen laufen die Diskussionen über die Konsequenzen eines Brexits – natürlich auch in der international geprägten Chemiebranche ein Thema.

Neben politischen Fragen nach dem Brexit kommen Befürchtungen, dass die britisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen geschwächt werden. Nicht nur ist Großbritannien ein wichtiger Handelspartner für Deutschland im Allgemeinen, gerade in der chemischen Industrie ist die Zusammenarbeit stark. Laut Zahlen des VCI gehen mit Produkten im Wert von 12,9 Milliarden Euro rund 7,3 % der Exporte der deutschen Chemischen Industrie ins Vereinigte Königreich – den höchsten Anteil machen hier neben pharmazeutischen Produkte auch Spezialchemikalien aus. Das Chemie-Handelsvolumen mit Großbritannien liegt bei 18,5 Mrd EUR und britische Investoren investieren gut 2 Mrd. EUR in die deutsche Chemie. Der Präsident des VCI, Marijn Dekkers, betont am Tag nach dem Referendum: "Gerade jetzt, wo sich die Konjunktur in Europa zaghaft erholt, ist der Austritt ein schlechtes Signal für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Weniger Wirtschaftswachstum in den Eu- Staaten und ein schwächeres Exportgeschäft werden die Konsequenzen sein. Genauso schwer wiegt aber der politische Schaden".

Auch der britische Lackmarkt ist groß, 2015 produzierte Großbritannien 429,7 m Liter, was einem Wert von 1.658,3 Mio. EUR entspricht. Hinzu kommen mögliche Auswirkungen auf Endanwendermärkte. Nach Prognosen des Tagesspiegels wird der Brexit die deutsche Automobilindustrie besonders stark treffen. Denn momentan ist jedes fünfte der in Deutschland produzierten und ins Ausland verkauften Autos für England bestimmt. Sollte der Brexit diese Zahlen schwächen, hätte dies sicherlich Auswirkungen auf den Sektor Automobilfarben.

Noch gelten die EU-Regeln zwei Jahre für die Briten. Bleibt zu hoffen, dass die Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Königreich und Deutschland besser bleiben als vorausgesagt. Und bleibt abzuwarten, ob und inwiefern der Austritt Großbritanniens die EU schwächen wird. Was denken Sie über die Konsequenzen des Brexits? Und was für Auswirkungen auf die Chemie- und Lackbranche sehen Sie? Ich würde mich freuen, Ihre Meinungen zu hören.

Die Pressemitteilung des VCI können Sie hier lesen: www.vci.de/presse/pressemitteilungen/wirtschaftlicher-und-politischer-schaden-wiegt-schwer-vci-praesident-dekkers-zum-ausgang-des-eu-referendums-in-grossbritannien.jsp sowie die Zahlen im Vorfeld unter: www.vci.de/presse/pressemitteilungen/brexit-schlecht-fuer-chemie-beidseits-des-aermelkanals-referendum-in-grossbritannien-folgen-fuer-chemisch-pharmazeutische-industrie.jsp. Den Artikel im Tagespiegel lesen Sie unter www.tagesspiegel.de/politik/europa-ohne-grossbritannien-was-der-brexit-fuer-uns-bedeutet/13754186.html.

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