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Montag, 23. September 2019

Blog: Kaufrausch in der Lackindustrie

Dienstag, 29. März 2016 | Veröffentlicht von: Damir Gagro, FARBE UND LACK

Es geht Schlag auf Schlag. Meldungen zu Übernahmen gehören zur Branche. Was jedoch erstaunt, ist die derzeitige Frequenz und die Größe der Transaktionen. Was haben wir dieses Jahr noch zu erwarten?

In den letzten Tagen ist fast täglich von einem oder mehreren Zukäufen zu hören. Und es handelt sich nicht nur um Meldungen, bei denen verkündet wird, dass ein "Großer" einen kleineren Wettbewerber schluckt. In den letzten Wochen sind es richtige Brocken, von denen einige das Prädikat "Mega-Deal" verdienen.

Zwei Mega-Deals

Für den ersten richtigen Kracher hat Akzo Nobels Übernahme des Industrielackgeschäfts der BASF gesorgt. Rund 475 Mio. EUR schlagen für die Transaktion zu Buche. Doch die Akquisition, die alles überschattet, ist die Nachricht von Sherwin-Williams Absicht Valspar zu kaufen. Der Transaktionswert liegt bei 11,3 Mrd. USD. Sobald dieser Zukauf abgewickelt ist, hätte die Lackwelt einen neuen Branchenprimus. Sherwin-Williams würde sich an Akzo Nobel und PPG an die Spitze schieben.  

Weiterer Mega-Deal in Sicht?

Aber in den letzten Tagen überschlugen sich die Meldungen über Akquisition sprichwörtlich: Siegwerk übernahm Actega Colorchemie von der Altana Gruppe und Synthomer akquirierte die Sparte Performance Adhesives & Coatings von Hexion.

Im Februar hatte bereits der Bindemittelhersteller Allnex mehr als 900 Mio. EUR angeboten, um den Rivalen Nuplex zu übernehmen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Bisher ebenfalls nicht spruchreif, da es sich lediglich um ein Gerücht handelt, ist eine mögliche Übernahme der Sparte von Air Products, die unter anderem Rohstoffe für Farben herstellt, durch Evonik. Der Wert der Transaktion wird auf satte 3,1 Mrd. EUR geschätzt.

Wird 2016 Rekordjahr für Fusionen und Akquisitionen?

Eine kürzlich erschienen A.T. Kearney-Studie prognostiziert die Neuordnung der weltweiten Chemie-Branche infolge von M&A-Aktivitäten in bisher unbekanntem Ausmaße. Europas Chemieunternehmen geraten unter Zugzwang. Das Beratungsunternehmen stellt fest: "2016 wird Rekordjahr für Fusionen und Akquisitionen in der Chemieindustrie". 

Bisher können wir klarstellen, dass 2016 diesbezüglich ordentlich loslegt. Ob es ein Rekordjahr wird, muss naturgemäß noch abgewartet werden. Unbestritten ist, dass die Konsolidierung im Markt weiter voranschreitet. Inwiefern sich diese Entwicklung auf den Markt auswirkt – ob positiv oder negativ – wird sich zeigen. Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie mir.

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