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Freitag, 23. August 2019

BLOG: Andere Länder – Andere Sitten

Mittwoch, 24. Juli 2013 | Veröffentlicht von: Ludger Küper

Wer kennt die Berufskrankheit nicht: der Schuster schaut den Menschen immer zuerst auf das Schuhwerke, der Schneider auf die Kleidung seines Gegenübers und der Frisör natürlich auf den richtigen Haarschnitt seiner menschlichen Umgebung. Selbst in der aktuellen Urlaubszeit lässt uns der eigene Beruf nicht los. So ist es wohl in unserer Branche üblich, dass wir auf den passenden Anstrich achten: wie lange ist es wohl her, dass hier im Hotelzimmer neu gestrichen wurde? Oder: ist denn hier wohl die richtige Farbe im Bad verwendet worden, um gegen Schimmel vorzubeugen? Oft ist es auch schon der reine Farbton, der uns Fachleuten einen Hinweis gibt, in welchem Land wir gerade unsere Ferien verbringen. Schönes, leuchtendes Weiss auf den griechischen Inseln, oder Erdtöne an den spanischen Fincas, geben hier schnell einen eindeutigen Hinweis. Die gedeckten, dunklen Farbtöne in amerikanischen Hotels sind ebenfalls sehr schön auf die Accessoires, wie Vorhängegardinen und Bettdecken abgestimmt. Grautöne sind dabei keine Seltenheit, um die Farbharmonie wieder herzustellen.

Aber auch beim zufälligen Beobachten des Malers stellt man...

...unbewusst Unterschiede fest. Es ist nicht immer die Farbwalze, die beim Streichen von Wänden benutzt wird. Bis zu 15 cm breite Flachpinsel zur Neudekoration des Ladenlokales in einem Einkaufszentrum sind im englischsprachigen Raum ebenso vertreten. Erstaunt über diese kleinen, aber feinen Unterschiede schaut man dann doch schon mal genauer hin und stellt fest, dass auch die Verarbeitung über Farbwannen (anstatt direkt aus dem Gebinde) unterschiedlich ist. Ebenso gibt es riesige Unterschiede bei den Farbgebinden, von der Geometrie, über Größen und natürlich der Vermarktung, sprich der Auslobung der Produkte.

Es ist einfach faszinierend über solchen banalen Dinge zu philosophieren und sich selbst die Frage zu stellen, welche Ideen wir denn eventuell in unsere tägliche Formulierungsarbeit mit aufnehmen könnten, um hier eine weitere, kleinere Differenzierung zu bieten. Also: Augen auf auch während der Urlaubszeit, denn unbestritten stimmt die alte Aussage: "Andere Länder haben andere Sitten", und das ist auch gut so.

Gruß,

Ludger Küper,
1. Vorsitzender im VILF e.V.

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