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Freitag, 23. August 2019
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Markt & Branche, Unternehmen und Märkte

Kooperationen zwischen Akademie und Wirtschaft

Donnerstag, 04. Juli 2019

Adler stiftet einen Lehrstuhl für Chemieingenieurwesen und Materialprozesstechnik an der Universität Innsbruck. Wir sprachen mit Dr. Albert Rössler, Leiter Forschung und Entwicklung, über die Kooperation.

Kooperation zwischen Akademie und Wirtschaft. Bildquelle: fotomek - AdobeStock

Kooperation zwischen Akademie und Wirtschaft. Bildquelle: fotomek - AdobeStock

Wo liegen die Forschungsschwerpunkte bei der Kooperation?

Dr. Albert Rössler: Die Themen sind zum einen in der funktionellen Materialprozesstechnik, d.h. in der Entwicklung innovativer Verfahrenstechniken zur Verarbeitung/Modifizierung neuer Materialien sowie das Design von Produkten bis hin zu Systemlösungen. Schwerpunkte sollen dabei auf polymeren Werkstoffen, Coating Materials und Oberflächentechniken liegen.

Weitere Themen sind die Hochskalierung hin zu optimierten technischen Prozessen zur ressourcenschonenden großtechnischen Herstellung von Materialien bzw. Produkten sowie die computerbasiertn Modellierung und Simulation (Computational Engineering) zur Optimierung und mechanistischen Beschreibung. Damit wollen wir einen aktiven Beitrag zu praxisorientierter Forschung und Lehre und mehr technischen Fachkräften in Österreich leisten.

BB Rössler_Albert_Mantel

Dr. Albert Rössler

Leiter Forschung und Entwicklung, Adler

Welche Ziele hat die Kooperation?

Rössler: Gemeinsam mit der Universität Innsbruck ist die Errichtung der Stiftungsprofessur ein Meilenstein in unseren Bemühungen, die Kompetenzen bezüglich Chemieingenieur- und Materialwissenschaften am Wirtschaftsstandort Tirol zu stärken. Es geht uns um die nachhaltige Etablierung einer hochwertigen Chemieingenieur-Ausbildung.

Zusätzlich erhoffen wir uns aber auch neue Ideen für funktionale und optisch ansprechende Beschichtungen als nachhaltige Lösungen in der Gestaltung von Oberflächen. Im Fokus steht dabei die angewandte Material- und Prozesstechnik mit einem Schwerpunkt im Bereich polymere Werkstoffe, Coating Materials und Oberflächentechnik. Die Forschungsaufgaben der Professur sind aber interdisziplinär positioniert und schließen die Bereiche Chemie und Materialwissenschaften sowie das gesamte Thema der Digitalisierung mit ein.

Ziel ist auf Basis von Ergebnissen der materialwissenschaftlichen Grundlagenforschung wirtschaftliche und ökologische Verfahren unter ingenieurswissenschaftlichen Gesichtspunkten zu entwickeln. Innovative Verfahrenstechniken sowie das Design von Produkten bis hin zu Systemlösungen (Devices) sind mittlerweile erfolgsentscheidende Themen. Heute spielt neben den reinen Produkten die Gesamtleistung eine große Rolle inkl. einem Prozessverständnis. Es geht um die Kombination von Produkt, Prozess und Service, was bis zu Analyse- und Dosiertechnik in der Kundenanlage gehen kann.

Es geht aber auch um ganzheitliche Lösungen entlang des ganzen Lebenszyklus der Produkte. Die Professur bietet ideale Voraussetzung dafür, ein breites Spektrum spezieller Fragestellungen in den Materialwissenschaften und der Prozesstechnik zu bearbeiten und den Verbund zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken, was uns ein besonderes Anliegen ist. Wir sehen einen fruchtbaren intensiven Austausch zwischen Unternehmen und der Universität. 

Warum ist die Zusammenarbeit von Industrie und Hochschule so wichtig?

Rössler: Forschung und Entwicklung ist eine Erfolgsformel für jeden Industriebetrieb. Für ein Unternehmen mit anwendungsnaher Forschung sind zwei Dinge dabei aber entscheidend: eine gute Basis durch Grundlagenforschung und Menschen mit den richtigen Kompetenzen, um die Zukunft zu meistern. Die Zusammenarbeit von Industrie und Hochschulen ist somit von essentieller Bedeutung für beide Partner. Beide Seiten profitieren und können Synergien nutzen.

Durch Drittmittel kann die Hochschule ihr Budget aufbessern und die praxisorientierten Probleme der Industrie setzen ein Resultat erst in das rechte Licht und Ergebnisse verstauben nicht in der Schublade. Gerade weil Hochschulforscher freier forschen können, eröffnen sich oft neue, unvorhergesehene Perspektiven und Basistechnologien der Hochschule werden zum Sprungbrett für eine industrielle Anwendung.

Ein großer Nutzen für die Industrie ist auch, dass der Zugang zu externem Wissen bzw. dem akademischen Umfeld es ermöglicht, Ideen breiter zu diskutieren und Entwicklungen von einer viel größeren Gruppe von Wissenschaftlern erforschen zu lassen. Doch der vielleicht wichtigste Vorteil für die Wirtschaft ist der Kontakt zu künftigen potentiellen Arbeitskräften.

Aufgabe der Hochschule ist es nämlich vor allem, neben der Forschung für die Wirtschaft Arbeitskräfte gut auszubilden.

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