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Dienstag, 21. Mai 2019
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Markt & Branche, Unternehmen und Märkte

Evonik verkauft Methacrylat-Verbund

Mittwoch, 06. März 2019

Evonik verkauft seinen Methacrylat-Verbund für 3 Milliarden Euro an Advent International. Ein entsprechender Vertrag wurde unterzeichnet. Der Kaufpreis (Enterprise Value) entspricht dem 8,5-fachen EBITDA des Geschäftes.

Evonik trennt sich von seinem Methacrylat-Verbund und verkauft diesen an Advent International. Quelle: yamix – stock.adobe.com.

Evonik trennt sich von seinem Methacrylat-Verbund und verkauft diesen an Advent International. Quelle: yamix – stock.adobe.com.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung in mehreren Ländern, der Abschluss wird für das dritte Quartal dieses Jahres erwartet. Der Methacrylat-Verbund beschäftigt weltweit 3.900 Mitarbeiter und umfasst 18 Produktionsstätten. Das Geschäft erwirtschaftete über den Zeitraum 2016-2018 im Durchschnitt ein jährliches EBITDA von rund 350 Mio. Euro bei einem Umsatz von etwa 1,8 Mrd. Euro pro Jahr. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet Evonik mit Umsatz und EBITDA in ähnlicher Höhe.

Strategische Ausrichtung auf Spezialchemie

Der Verbund umfasst die Geschäftsgebiete Methacrylates, Acrylic Products, CyPlus sowie Teile der Methacrylat-Harze. Im Zuge der konsequenten strategischen Ausrichtung auf Produkte der Spezialchemie, die weniger konjunkturabhängig sind, hatte Evonik den Verbund zum Verkauf gestellt. Die Beteiligungsgesellschaft Advent International zählt mit mehr als 30 Beteiligungen in über drei Jahrzehnten zu den weltweit erfahrensten Finanzinvestoren in der Chemieindustrie.

Investition in Übernahmen und neue Produktionsanlagen

Der Nettokaufpreis (Equity Value) ergibt sich im Wesentlichen durch den Abzug von Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 500 Mio. Euro. Diesen wird Evonik zur Stärkung der Bilanzstruktur, vor allem aber für gezielte Wachstumsprojekte nutzen. Dazu zählt auch die Finanzierung der Übernahme des amerikanischen Unternehmens PeroxyChem, die Evonik im laufenden Jahr abschließen will. Darüber hinaus sollen die Mittel zum Ausbau des bestehenden Spezialchemie-Portfolios verwendet werden, etwa zur Errichtung einer neuen Polyamid-12-Anlage in Marl.

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