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Montag, 19. August 2019
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Markt & Branche, Köpfe & Karrieren

Mit wehenden Fahnen: Markus Fritzsche im Porträt

Dienstag, 13. August 2019

Für Markus Fritzsche von der Mipa SE war es wichtig, sich vieles selbst zu erarbeiten. Er wollte nicht bloß als Sohn in die Fußstapfen seines Vaters treten, sondern mit Kompetenz überzeugen.

Markus Fritzsche, Vorsitzender des Vorstands der Mipa SE

Markus Fritzsche, Vorsitzender des Vorstands der Mipa SE

Alle vier Jahre feiert Markus Fritzsche, Vorsitzender des Vorstands der Mipa SE, Hochzeit. Nicht seine eigene, sondern die Landshuter Hochzeit von 1475. Die Landshuter Hochzeit ist ein mehrwöchiges historisches Fest, das alle vier Jahre im Sommer in Landshut aufgeführt wird. Im Jahre 1475 in Landshut erfolgte die Heirat des bayerischen Herzogs Georg der Reiche mit Hedwig Jagiellonica, der Tochter des polnischen Königs Kasimir IV. Andreas. "Es ist das größte europäische Historienfestival und ganz Landshut spielt an diesen Tagen die Hochzeit nach. An den vier Wochenenden kommen jeweils mehr als 100.000 Besucher. Es ist ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl und eine Ehre, dabei sein zu können", sagt der gebürtige Bayer. Bereits die Großmutter und der Vater haben an dem Fest mitgewirkt und sein Bruder, seine Ehefrau und seine Kinder waren 2017 auch Mitwirkende der Landshuter Hochzeit. Es ist somit auch eine Familienangelegenheit. 

Dauerhaft engagiert

Fritzsche zählt zu den Fahnenschwingern, die sich traditionell immer aus der Handballmannschaft rekrutieren ließen. Die heiße Phase der Vorbereitung sind die drei bis vier Monate vor dem Event. Mag sei aber dauerhaft engagiert. "Ein Jahr vor dem Fest gehe ich schon seltener zum Haare schneiden. Denn die Haare müssen Ohren und Nacken bedecken. Mit Perücken wird nicht geschummelt, die Kostüme stellt der Verein. Es soll ja alles so authentisch wie möglich sein", erklärt Fritzsche. Zu lang werden die Haare aber nicht. "Es soll nicht wuchern und im Geschäftsleben will man schon gepflegt auftreten." Die berufliche Zukunft sah Fritzsche immer im familiengeführten Unternehmen. Wenn man als Kind mit der Firma aufwachse, sei dies oft auch eine plausible Wahl. "Für mich war es klar, dass ich den kaufmännischen Teil als mein Steckenpferd sehe. Ich wollte verkaufen, in den Vertrieb und mit Zahlen arbeiten. Die Berufswahl als Kaufmann habe ich nie in Frage gestellt", sagt der 46-Jährige. Betriebswirtschaft studierte Fritzsche im nahen Regensburg. "Für mich kamen nur Regensburg oder München in Frage und da ich eher kein Großstadtmensch bin, entschied ich mich für Regensburg." So konnte er auch weiterhin in Landshut Handball spielen. Fritzsche spielte zwischenzeitlich in der Bayern-Liga und man wurde auch bayerischer Meister. Später fehlt einfach die Zeit, weiter ambitioniert zu spielen. Erst wechselte er in die zweite Mannschaft und hörte dann irgendwann auf.

Mit Kompetenz überzeugen

Nach seinem Abschluss als Diplom-Kaufmann 1998 bewarb er sich bei anderen Firmen, denn er wollte in einen Konzern hineinschauen. Das passende Angebot war für ihn aber nicht dabei und so begann er seine Laufbahn im elterlichen Betrieb. Zunächst war er Mitarbeiter im Vertrieb, bald übernahm er zusätzlich die Leitung des Marketings und erhielt Prokura. Von 2001 bis 2009 leitete er Vertrieb, Marketing sowie Logistik und fungierte als Aufsichtsratsvorsitzender. Als sein Vater Berndt Fritzsche 2009 mit 65 Jahren satzungsgemäß den Posten als Vorstandsvorsitzender räumte, wechselten Vater und Sohn die Positionen. "Es war ein geräuschloser Übergang", sagt Markus Fritzsche, der die auch heute noch bestehende Mitarbeit des Vaters im Unternehmen ausschließlich positiv sieht. "Wir hatten etwa 120 Mitarbeiter und flache Hierarchien als ich ins Unternehmen einstieg. Ich sollte mir aber möglichst viel selber erarbeiten. Das war der richtige Weg aus meiner Sicht und aus der meines Vaters", sagt der Geschäftsmann. Diese Herangehensweise habe den Druck von ihm genommen. Alle kannten ihn und nur durch gezeigte Kompetenz könne man auch Mitarbeiter motivieren und begeistern. "Ich kenne es aus anderen Betrieben, wo es nicht immer gut lief, wenn der Nachwuchs von heute auf morgen die Unternehmensleitung übernehmen musste oder sollte", erzählt Fritzsche.  

Familie im Fokus

Fritzsche ist durchschnittlich etwa zwei Tage die Woche beruflich unterwegs. Die Familie kennt es aber auch nicht anders. Daher ist es dem zweifachen Familienvater sehr wichtig, in seiner Freizeit viel mit der Familie zu unternehmen oder einfach nur alle beisammen zu haben. Die Eltern und der Bruder wohnen auch nicht allzu weit entfernt. Diese räumliche Nähe zur Familie ist Fritzsche sehr wichtig, um zu entspannen. Die Heimat-Verbundenheit wird bald wieder zum Ausdruck kommen, denn 2020 geht es wieder seltener zum Friseur – 2021 steht die nächste Hochzeit an.

Von Damir Gagro

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