Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home  > Kurznachrichten  > Haften wie ein Gecko

Montag, 19. August 2019
pdf
Kurznachrichten

Haften wie ein Gecko

Donnerstag, 15. September 2011

Wie funktioniert Haftung auf unebenen Flächen? Diese Frage stellen sich Forscher und untersuchen die Oberflächen und beschichten sie mit Nanopartikeln.

Haften wie ein Gecko Quelle: Bellhäuser

Haften wie ein Gecko Quelle: Bellhäuser

Die kleinen gelben Haftnotiz-Zettel sind gängige Begleiter im Büroalltag; sie kleben besonders gut auf glatten Oberflächen wie Fenstern, Spiegeln oder Bildschirmen. Geckos, Insekten und Spinnen können es noch besser: sie kleben und laufen an Wänden und Decken. Härchen an ihren Füßen lassen die Tiere nicht nur auf Glas und glatten Flächen kopfüber "kleben". Weil die Härchen sich immer feiner verzweigen, gehen Geckos auch auf Raufaser die Wand hoch. Am INM Leibniz-Institut für Neue Materialien bilden die Wissenschaftler "hierarchischen" Strukturen künstlich nach. Sie wollen damit das Haften speziell auf rauen Oberflächen weiter untersuchen. Im Wesentlichen ist das Haftprinzip erkannt. Es beruht darauf, dass viele dünne Härchen besser haften als ein dickes Haar. Jedoch spielt der Untergrund eine entscheidende Rolle: Bei seinen Streifzügen braucht der Gecko mal die gröberen und mal die feineren Härchen, um gut zu haften und sich auch schnell wieder abzulösen. Die Forscher werden die Strukturen dazu mit extra entwickelten Messmethoden auf ihre Klebkraft prüfen. Auch die Verzweigungen in noch feinere Borsten wollen die Forscher herstellen. "Die Herausforderung besteht darin, diese feinsten Verzweigungen in der Negativform gleichmäßig eng hinzubekommen" sagt der Chemie-Ingenieur Kraus. Deshalb nutzen die Wissenschaftler Nanopartikel verschiedener Größen und ätzen damit die Kanäle, die später zu Borsten werden. Nachdem größere Partikel große Kanäle geätzt haben, werden in diese Kanäle kleinere Nanopartikel aufgebracht, die dann die nächste Stufe in die großen hineinätzen. Dabei sind die kleinsten Nanopartikel im Vergleich zu einem Fußball so groß, wie ein Fußball im Vergleich zur Erde. Beginnend mit der dicksten Borste erhalten die Forscher so Schicht um Schicht immer feinere Verzweigungen.

Verwandte Links:

Das Leibniz-Institut für neue Materialien

zum Seitenanfang
Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren