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Donnerstag, 18. Januar 2018
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Wissenschaft & Technik

Neue Marktstudie: Flammschutzmittel

Dienstag, 09. Januar 2018

Das Marktforschungsinstitut Ceresana hat die fünfte Auflage seiner Marktstudie Flammschutzmittel veröffentlicht. Die Studie zum globalen Markt für Flammschutzmittel wurde vollständig überarbeitet.

Flammschutzmittel schützen Alltagsgegenstände wie Computer-Tastaturen. Quelle: konstantant – stock.adobe.com

Flammschutzmittel schützen Alltagsgegenstände wie Computer-Tastaturen. Quelle: konstantant – stock.adobe.com

Der katastrophale Brand des Grenfell-Tower in London hat bewiesen, wie wichtig Brandschutz ist. "Flammschutzmittel können die Entstehung von Bränden verzögern", erläutert Oliver Kutsch, der Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Ceresana: "Sie verschaffen Feuerwehr und Betroffenen oft entscheidende Minuten und Sekunden für die Rettung. Flammschutzmittel wirken chemisch und physikalisch, indem sie den Verbrennungsprozess in verschiedenen Phasen unterbrechen."

Ceresana hat bereits zum fünften Mal den Weltmarkt für Flammschutzmittel analysiert: für bromierte und chlorierte Sorten ebenso wie für ATH, Organophosphor, ATO und sonstige Typen. Laut der aktuellen Studie werden in Baumaterialien, Kunststoffprodukten, Elektro-Geräten und Textilien derzeit weltweit pro Jahr rund 2,21 Millionen Tonnen Flammschutzmittel eingesetzt. 

Einsatz von Flammschutzmitteln - oft unverzichtbar 

Die Bauindustrie ist der wichtigste Absatzmarkt für Flammschutzmittel: Rund 30 % der weltweiten Nachfrage kommen aus diesem Bereich. Flammschutzmittel werden vor allem gebraucht für Dämmschaumstoffe aus expandiertem Polystyrol (EPS), extrudiertem Polystyrol (XPS), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyurethan (PUR). Bei zahlreichen Bauprodukten aus Gummi, in Klebstoffen sowie Farben und Lacken kommen Flammschutzmittel ebenfalls zum Einsatz.

Die Elektronik-Branche braucht sie für Einzelkomponenten wie Leiterplatten, Computergehäuse sowie Haushalts- und Telekommunikationsgeräte. Verwendet werden Flammschutzmittel hier vor allem in technischen Kunststoffen wie ABS, Polyamid, Epoxid und Polycarbonat. Weitere Einsatzgebiete von Flammschutzmitteln sind Kabel und Produkte für die Automobilindustrie. Bis 2024 erwarten die Marktforscher von Ceresana das größte prozentuale Wachstum der Flammschutzmittel-Nachfrage im Bereich der Fahrzeugindustrie. Baumaterialien werden allerdings auch in den kommenden acht Jahren weiterhin das größte Anwendungsgebiet bleiben. 

Ein Flammschutzmittel, viele Anwendungen 

Aluminiumtrihydroxid (ATH) war in den vergangenen Jahren das weltweit mit Abstand meistverkaufte Flammschutzmittel. ATH findet in verschiedenen Gebieten der pharmazeutischen Industrie, als chemisches Zwischenprodukt, als Füllstoff in Kunststoffen, Gummi, Kosmetik und Papier, als Glas-Additiv und in der Keramik Anwendung. Ferner wird ATH als nicht-rauchendes, gering toxisches, halogenfreies Flammschutzmittel in Kunststoffen, Farben, Klebstoffen, Dichtungsmitteln und Gummi gebraucht.

Auf ATH entfallen in Europa und Amerika über 45 % der gesamten Flammschutzmittel-Nachfrage. An zweiter Stelle nach ATH kommen bromierte Verbindungen, die besonders in Elektronik- und Elektroprodukten sowie Schaumstoffen eingesetzt werden. Bromierte Flammschutzmittel sind sehr effektiv, aber auch umstritten. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften zeigen sich hier deutliche regionale Unterschiede: In Westeuropa und Nordamerika erreichen bromierte Verbindungen nur noch 6,4 %, bzw. 12 % Marktanteil – in Asien hingegen 28 %. 

Mehr zu dieser Studie finden Sie auf der Website von Ceresana.

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