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Montag, 11. Dezember 2017

Und weiter dreht sich das Fusionskarussell

Dienstag, 05. Dezember 2017 | Veröffentlicht von: Vanessa Bauersachs, FARBE UND LACK

Neuigkeiten über Gespräche zwischen den Größten der Branche scheinen derzeit im Tagestakt einzutreffen. Nachdem Axalta die Gespräche mit Akzo Nobel beendet hat, bestätigte das Unternehmen Gespräche mit seinem japanischen Konkurrenten Nippon Paint. Kaum eine Woche später sind diese schon wieder beendet. Axalta betont, nicht auf eine Fusion angewiesen zu sein. Doch das Auftauchen eines weiteren potentiellen Käufers ist weiterhin wahrscheinlich. Wer könnte ein möglicher Kandidat sein?

Vorstellbar ist natürlich, dass PPG und Axalta sich zu Gesprächen zusammentun. Nach dem erfolglosen Übernahmekampf um Akzo Nobel im Sommer könnte nun Axalta in die Strategie des amerikanischen Lackgiganten passen. Zudem haben beide Unternehmen einen starken Fokus auf Automobillacke. Ein Merger hätte somit natürlich nicht unbeträchtliche Auswirkungen auf die Automobillackbranche. Doch gerade der Aspekt, dass beide Unternehmen weltweit zu den größten Produzenten von Automobillacken gehören, könnte im kartellrichtlichen Hinblick problematisch sein. Nicht auszuschließen ist auch, dass PPG sich weniger für Axalta als einen zweiten Versuch der Akquisition von Akzo Nobel interessiert.

Kartellrechtliche Bedenken könnten ebenso entstehen, sollten sich BASF Coatings und Axalta zu Übernahmegesprächen zusammentun. Jedoch hat der Münsteraner Konzern bis jetzt kein Interesse gezeigt. Ein weiterer Kandidat wäre Sherwin-Williams. Doch da die Fusion von Valspar nur wenige Monate zurückliegt, ist dies meiner Meinung nach ebenfalls wenig wahrscheinlich. Darüber hinaus hat Sherwin Williams jüngst erst die Holzlacksparte von Valspar an Axalta verkauft, ein Merger würde somit ein Zurückkaufen dieses Segments bedeuten.

Runde zwei in Sicht?

Eine weitere Option ist natürlich auch, dass Nippon Paint oder Akzo Nobel weitere Gebote angeben. Gerade für Akzo Nobel könnte eine weitere Runde von Interesse sein. Laut Bloomberg Gadfly haben potentielle Synergien zwischen Axalta und Akzo Nobel einen erheblichen Wert – Analysten gehen von mindestens 250 Mio. EUR jährlich aus – wenn nicht sogar mehr. Darüber hinaus würde eine Fusion dem niederländischen Konzern dabei helfen, weiteren Vorstößen von PPG einen Riegel vorzulegen. ING Analyst Stijn Demester beschreibt einen Deal sogar als "ideale Giftpille", die Akzo Nobel für PPG "unverdaulich" machen würde.

Es bleibt also weiterhin spannend. Am wahrscheinlichsten sind meiner Meinung nach die Szenarien, dass PPG Interesse an Axalta zeigt oder Akzo Nobel ein weiteres Gebot abgibt. Wie schätzen Sie die Lage ein? Über Ihre Meinungen würde ich mich freuen.

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