Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home  > Publikationen  > Blog  > Lack und Öffentlichkeit: Wie lässt sich di...

Dienstag, 26. September 2017

Lack und Öffentlichkeit: Wie lässt sich die Bekanntheit der Branche steigern?

Freitag, 25. August 2017 | Veröffentlicht von: Vanessa Bauersachs, FARBE UND LACK

Wenn ich erzähle, dass ich Redakteur bin, sind die Reaktionen fast immer positiv. Erwähne ich dann, dass ich nicht etwa für den Spiegel, sondern die Farbe und Lack schreibe, wird aus dem Lächeln oft schnell eine blanke Miene. Verwirrung bis leichtes Entsetzen stellt sich ein. "Lacke und Farben? Schreibt Ihr dann jeden Monat über eine andere Farbe?" Oder auch: "Also Nagellack und so?" Eigentlich schade, denn diese Reaktionen zeigen immer wieder, wie wenig die Meisten über die Branche wissen. Ähnlich ging es mir selbst ja auch, bevor ich anfing, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Des Öfteren frage ich mich, wie man die Lackindustrie nach außen besser repräsentieren könnte.

Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Branche wäre eine größere Bekanntheit von Vorteil. Zwar taucht die Branche auch immer mal wieder in Publikumsmedien auf. Vor einigen Jahren war beispielsweise die Kindersendung "Die Sendung mit der Maus" des WDR bei dem Dresdner Lackhersteller Novatic zu Besuch und erklärte den Jüngsten, wie Lack hergestellt werden. Doch noch gehört dies zur Seltenheit.

Social Media und Tag der Offenen Tür

Ein Ansatz ist natürlich Social Media, um Themen aus der Lack an einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. So postet beispielsweise Adler Lacke auf ihrem Facebookauftritt unter anderem Beiträge zu DYI-Projekten, beispielsweise wie sich ein Couchtisch aus Weinkisten bauen lässt. Auch den Webshop hat das Unternehmen aus Schwaz als Kundenportal etabliert und stellt hier Artikel und Videos mit Tipps und Tricks, Ratgeber online – alles zum Thema Lack und Farben. Nicht nur Projekte aus dem Sortiment werden so beworben, Postings wie diese sind sicherlich auch gut dazu geeignet, Lesern die Bandbreite von Farbprodukten zu vermitteln und mit ihnen in Kontakt zu treten.  

Sicherlich haben hier Hersteller von DYI-Produkten Vorteile. Aber auch Projekte aus der industriellen Anwendung können in Social Media auf Interesse stoßen. So arbeitet auch das Fraunhofer IPA mit dem Physiker und Kabarettisten Vince Ebert zusammen, um aktuelle Forschungsprojekte über YouTube vorzustellen – unter anderem auch  ein Projekt zur digitalen Lackierung.

Die Wichtigkeit von Kommunikation in den sozialen Netzwerken betont auch der Verband der Deutschen Lack-und Druckfarbenindustrie, der als eines seiner Branchenziele 2020 Transparenz in der Lack-und Druckfarbenindustrie gewählt hat. In den modernen Medien sei "eine stärkere Öffnung gegenüber den Informationswünschen der Öffentlichkeit notwendig. Die Mitgliedsfirmen sollten von sich aus anbieten, in einen Dialog mit der "lackinteressierten" Öffentlichkeit einzutreten", heißt es in dem OnePager des Verbandes. Weitere Empfehlungen des VdL sind, den Kontakt mit der Nachbarschaft zu pflegen, potentiellen Nachwuchskräften Einblick in den Betrieb geben, einen Tag der offenen Tür zu organisieren oder Schulen und Vereine ins Werk einzuladen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Einschätzung geben würden. Wie denken Sie, kann die Lackindustrie außerhalb der Branche bekannter werden?

Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren