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Mittwoch, 19. September 2018
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Markt & Branche, Unternehmen und Märkte

Polyurethane bleiben gefragt

Donnerstag, 12. April 2018

Die weltweite Nachfrage nach Polyurethanlacken wird für 2017 auf über 3 Millionen Tonnen geschätzt. Eine aktuelle Studie geht von weiterem Wachstum bis 2022 aus.

Fast die Hälfte aller PUR-Lacke wurden in 2017 in der Region Asien-Pazifik verbraucht.

Fast die Hälfte aller PUR-Lacke wurden in 2017 in der Region Asien-Pazifik verbraucht.

Laut der Studie "Global Industrial Coatings Markets" (GICM) des Beratungsunternehmens PRA, soll der Bedarf an PUR-Lacken bis 2022 durchschnittliche um 3,3 % im Volumen wachsen.  Mit fast 50 % der Nachfrage weltweit stellt die Region Asien-Pazifik im Weltmaßstab den größten geographischen Bereich für den Verbrauch dieser Beschichtungsstoffe dar. Danach folgen Europa (26 %) und Nord-, Mittel- und Südamerika (22 %).

PUR-Lacke wird zur Beschichtungen von Holz eingesetzt

Bei Industrielacken entfällt auf Polyurethanprodukte ein Anteil von 18-20 %. Schätzungen von PRA zufolge sind industrielle Holzlacke für Möbel, Tischlereiprodukte und Bodenbeläge das größte Verbrauchssegment für Polyurethanbeschichtungen. Mit über 783.000 Tonnen im Jahr 2017 entfallen 26 % der weltweiten Nachfrage auf dieses Segment. Weitere mengenmäßig bedeutende Segmente für Polyurethanbeschichtungen sind die Bereiche Transport (24 %), Korrosionsschutzbeschichtungen und Schiffslacke (18 %) sowie Kunststoffe (16 %).

Die Farben- und Lackexperten von Irfab gehen davon aus, dass die größten Auswirkungen in Bezug auf den Umstieg auf andere Beschichtungstechnologien noch bevorstehen, einmal durch die Gesetzgebung zu Gesundheit und Sicherheit oder durch Umweltschutzvorschriften, oder aus der Notwendigkeit heraus, bei weniger anspruchsvollen Anwendungen die Kosten zu senken.

Einer der Schlüsselfaktoren, der in den kommenden zehn Jahren Einfluss auf die in vielen Sektoren einschließlich des Transportwesens, der Öl- und Gasindustrie, der Bereiche Industrie und Infrastruktur sowie Land- und Baumaschinen verwendeten Polyurethanbeschichtungen haben könnte, ist der Einsatz von Isocyanat-Härtern für Zweikomponenten-Polyurethanbeschichtungen.

Isocyanatfreie Systeme noch keine Alternative

Die Produkte stehen seit mehr als zehn Jahren aus Gründen des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit auf dem Prüfstand, jedoch finden diese Beschichtungsstoff-Arten in zahlreichen Anwendungen noch immer breiten Einsatz. Die chemische Zusammensetzung lässt eine vielseitige Verwendbarkeit zu und ist an eine große Bandbreite an Endbedingungen anpassbar, und das zu vernünftigen Preisen. Die Farben- und Lackindustrie erwartet weitere Einschränkungen in Bezug auf den Einsatz von Isocyanaten. Es gibt jedoch noch keine isocyanatfreie Beschichtungstechnologie, die allen den mit 2K-Polyurethanbeschichtungen erzielbaren Leistungsvariablen gerecht werden kann.

In Europa werden neue Vorschriften, die wohl 2018 oder 2019 Einzug halten werden, die bestehenden Regularien zum Schutz von Arbeitern beim Umgang mit und bei der Applikation von Polyurethanbeschichtungen weiter unterstützen. Man geht davon aus, dass diese Vorschriften keine Auswirkungen auf den Einsatz von Polyurethanbeschichtungen haben werden, deren Applikation unter streng kontrollierten Bedingungen (z.B. Lackierstraßen) erfolgt.

Farben- und Lackunternehmen entwickeln weiterhin neue Polyurethanbeschichtungen, und Isocyanat-Anbieter investieren in neue Kapazitäten, insbesondere, da noch keine Technologien zur Verfügung stehen, mit denen das gleiche Spektrum an Eigenschaften wie mit diesen Produkten erzielbar ist. In der Beschichtungsindustrie geht man nicht davon aus, dass der Einsatz von Isocyanaten stark eingeschränkt oder verboten wird.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus der aktuellen Ausgabe der FARBE UND LACK (4/2018). Auf den ganzen Artikel können Abonnenten in der Digitalbibliothek 360° zugreifen. Dort finden Sie weitere Informationen zu lösemittelhaltigen und wässrigen Systemen sowie weiteren Anwendungsgebieten wie Transport, Kunststoff oder OEM. Auch Kontaktdaten zu den Studienautoren sind dort hinterlegt.

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