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Mittwoch, 18. Oktober 2017
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Markt & Branche, Unternehmen und Märkte

Nachwachsende Rohstoffe erholen sich

Donnerstag, 18. Juni 2015

Laut eines Marktberichts der Mercur Handel GmbH steigt die Nachfrage nach Ölsaaten weltweit und die Überschüsse in den Lagern sinken. Die Preise vieler Saaten haben sich seit dem Frühjahr erholt.

Aktuell gilt die Versorgungslage für 2015/16 als gut. Quelle: Thaut Images/Fotolia

Aktuell gilt die Versorgungslage für 2015/16 als gut. Quelle: Thaut Images/Fotolia

Der Verfall der Erdölpreise hilft der Konjunktur auf die Beine. Das gilt nach Auskunft des Internationalen Währungsfonds (IWF) speziell für Europa. Die Finanzorganisation hat die Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum zuletzt angehoben.

Bedarf nimmt stärker zu als erwartet

Auch der Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen wie Ölsaaten nimmt stärker zu als noch zu Beginn des Jahres erwartet. So rechnet das US-Landwirtschaftsministerium mit einem Anstieg des weltweiten Konsums in der Saison 2015/2016 (April bis März) gegenüber 2014/15 um 3,5 Prozent - 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Zugleich sinken die erwarteten Überschüsse in den Lagern. Die Preise vieler Ölsaaten haben sich seit Frühjahr entsprechend erholt. Der erwartete deutliche Rückgang der europäischen Rapsproduktion sorgte zum Beispiel an der Pariser Börse Euronext im Jahresverlauf für einen Anstieg der Future-Preise um fünf Prozent.

El Niño: Risiko im Auge behalten

Aktuell gilt die Versorgungslage für 2015/16 als gut. Ernte- und Verbrauchsprognosen lassen ausbalancierte Märkte erwarten. Allerdings könnte sich diese Einschätzung im zweiten Halbjahr umkehren. Grund ist das Klimaphänomen El Niño, das zum Ende des Jahres kräftig wie seit Jahren nicht mehr ausfallen könnte. "Wissenschaftler weltweit sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein Auftritt von El Niño in diesem Jahr. Sollte daraus Gewissheit werden, könnten die Folgen für viele Menschen erheblich sein und auch die landwirtschaftliche Produktion in den betroffenen Regionen massiv beeinträchtigen", sagt Torsten Randt, Geschäftführer der Mercur Handel GmbH. "Bisher ist das Klimaphänomen an den Märkten kein Thema. Anbieter und Kunden sollten dieses Risiko aber im Auge behalten".

Risiko von Preisausschlägen am Rizinusmarkt steigt

Immer wieder zeigt sich die Bedeutung Chinas auf den Märkten der nachwachsenden Rohstoffe. Die Sojapreise zogen zuletzt unter Hinweis auf verstärkte Nachfrage aus China an. Auch andere für grüne Technologien gefragte Pflanzenöle reagieren auf zuletzt einsetzende chinesische Käufe. Wie zum Beispiel das für die Chemie-, Farben- und Holzindustrie interessante Rizinusöl. Nachdem sich die Preise im zweiten Quartal seitwärts bewegt hatten, legten sie in den letzten Wochen zu. Eine Tonne Rizinusöl verteuerte sich um vier Prozent auf 1197,92 EUR (1.350 US-$). Angesichts kontinuierlicher Nachfrage sprechen derzeit wenige Argumente für wieder signifikant fallende Preise im Jahresverlauf. Auch das Aufwärtspotenzial wird wegen des auskömmlichen Angebots an Saat als limitiert eingeschätzt. Allerdings hat sich der Einfluss von Akteuren, die aus spekulativer Absicht am Markt teilnehmen, in jüngerer Zeit erhöht. Damit sind auch die Risiken von Preisausschlägen am Rizinusmarkt gestiegen.

Leinöl: Erwarteter Ernteeinbruch ausgeblieben

Dagegen gibt es bei der Versorgung mit Leinöl Entspannungssignale, nachdem bis zum Frühjahr Befürchtungen über einen Einbruch der Ernte in den wichtigen Erzeugerländern Osteuropas Markt und Preise dominiert hatten. Offenbar ist die Leinsaat-Ernte deutlich geringer vom Winter beeinträchtigt worden als gemutmaßt. Ab August ist nun mit der Aufnahme der Lieferungen von Leinsaat aus Osteuropa zu rechnen. Die Preise haben entsprechend reagiert. Eine Tonne Rohleinöl hat sich gegenüber dem Frühjahr zuletzt um fünf Prozent auf 1.000 EUR verbilligt. Aufgrund entspannter Versorgungslage sieht der Marktbericht im dritten Quartal Potenzial für Preise unterhalb der 1.000-Euro-Marke.

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