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Freitag, 25. Juli 2014

Eine Frage des guten Rufs

Montag, 19. September 2011 | Veröffentlicht von: Michael Bross, VdL e.V.

Institutionen aller Art leben von ihrem guten Ruf, der ihnen in der Gesellschaft Akzeptanz beschert. Das gilt auch für Unternehmen, die Produkte auf dem Markt anbieten möchten. Jedenfalls wenn es sich nicht um Monopolisten handelt, denen es egal sein kann, was die Kunden von ihnen denken, so lange sie nur kaufen (müssen). Alle jedoch, die im Wettbewerb bestehen wollen, brauchen...

...ein gutes Image. Heutzutage reicht es vielfach nicht mehr, gute Produkte zu günstigen Preisen anzubieten. Ein Unternehmen – so die neuesten gesellschaftlichen Forderungen – muss auch nachhaltig wirtschaften. Oder anders gesagt: Nachhaltigkeit gehört zum guten Ton.
 
 Die Unternehmen müssen sich jedoch im Klaren darüber sein, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach mit nachhaltig erzeugten Produkten keine zusätzlichen Gewinne einfahren werden. Es gilt eher umgekehrt: Wer nicht nachhaltig wirtschaftet, wird womöglich Imageeinbußen erleiden und am Markt Nachteile hinnehmen müssen.
 
 Nachhaltigkeit basiert auf drei Säulen: der ökologischen, der sozialen und der ökonomischen. Die geneigte Öffentlichkeit ist allerdings – wenn es also um die Ökonomie der Nachhaltigkeit geht – meistens ziemlich blind. Man könnte auch von einer besonderen Form der Farbenfehlsichtigkeit sprechen: nur "grün" – also ökologisch – wird als "gut" angesehen. Das entspricht aber keineswegs den Grundlagen von wirklicher Nachhaltigkeit.
 
 Die aktive Beschäftigung der Lack- und Druckfarbenindustrie mit dem Thema ist notwendig, denn der Trend zu mehr Nachhaltigkeit ist nicht aufzuhalten. Für die Industrie bietet die intensivierte Diskussion über nachhaltiges Wirtschaften die Chance manches klarzustellen: Ein Unternehmen, das die Umwelt schützt, sich selbst dabei allerdings ökonomisch ausblutet, wäre nicht nachhaltig. Deshalb muss vermieden werden, die Diskussion um Nachhaltigkeit auf die ökologische Dimension zu verkürzen. Sonst entsteht daraus nur ein "Responsible Care hoch zwei".

Gruß,

Michael Bross,

Geschäftsführer, VdL e.V.

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